PM Stadt Limburg – Europaweite Ausschreibung Campingplatz

Über die Zukunft des Limburger Campingplatzes hat die Politik in der Stadt in den vergangenen Monaten intensiv diskutiert. Ein wichtiger Schritt in die Zukunft ist die europaweite Ausschreibung des Platzes, die nun von der Stadt initiiert wurde.

Die Stadt Limburg hat den künftigen Betrieb ihres Campingplatzes europaweit ausgeschrieben. Darüber informierte Bürgermeister Dr. Marius Hahn den Magistrat in seiner jüngsten Sitzung. Bestandteil der Ausschreibung ist eine grundhafte Sanierung des Platzes mit seinen Gebäuden. Das Ziel dabei ist es, den Platz künftig in einer Vier-Sterne-Kategorie anbieten zu können. Die neue Pächterin oder der neue Pächter sollen einen Erbbaurechtsvertrag mit einer Laufzeit von 40 Jahren erhalten.

Konzept als entscheidender Faktor

„Das Konzept, das uns die künftigen Betreiber anbieten, wird der entscheidende Faktor bei der Vergabe sein“, macht Bürgermeister Hahn deutlich. Das Konzept wird mit einem Anteil von 80 Prozent gewertet, die Pacht wird dagegen nur mit 20 Prozent berücksichtigt. „Damit setzen wir ein klares Signal, was uns wichtig ist“, so Hahn weiter. Das Verfahren wird von Schüllermann und Partner und deren Fachanwälten begleitet. Das Beratungsunternehmen sowie ein Sachverständiger für Camping- und Freizeitparkwirtschaft begleiteten ebenfalls den Diskussionsprozess in der Stadtverordnetenversammlung und den Ausschüssen. Interessenten, die sich im Vorfeld schon bei der Stadt gemeldet und Interesse an einer Übernahme des Platzes bekundet hatten, sind separat auf das Ausschreibungsverfahren hingewiesen worden.

Vorgesehen ist eine Vergabe des Campingplatzes Mitte September, um die dann kommenden Wintermonate für erste Arbeiten nutzen zu können. Die Politik hat dabei die Kernforderungen wie zum Beispiel die künftige Qualität formuliert und auch die Pachtzeit vorgegeben. Die komplette Erneuerung der Gebäude sowie der Versorgung des Platzes ist über mehrere Jahre gestreckt. Das ist notwendig, da die Erneuerung quasi im laufenden Betrieb mit einer recht kurzen Winterpause umgesetzt werden muss. Dazu werden den neuen Pächtern verschiedene Fristen eingeräumt.

Das große Sanitärgebäude sowie der Verwaltungstrakt und der Bereich das Gastronomie sind als erstes nach Abschluss des Vertrags zu erneuern. Dabei kann sich die Struktur auch ändern und Einheiten zusammengefasst werden. Innerhalb von sechs Jahren sind die Stromversorgung sowie die Wasser- und Abwasserversorgung zu erneuern, auch der Eingangsbereich soll im gleichen Zeitraum neu gestaltet werden. Das kleine Sanitärgebäude ist innerhalb von zehn Jahren zu sanieren oder zu erneuern.

Weitere Informationen zum Vergabeverfahren gibt es unter vergaben@srs-schuellermann.de.

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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