PM Stadt Limburg – Fördergelder für digitale Mobilitätsportal

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Die Stadt erhält einen Zuschuss in Höhe von 178.110 Euro aus dem Förderprogramm „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Das Geld wird über drei Haushaltsjahre verteilt ausgezahlt.

Den Antrag auf Förderung hat die Stadt im Rahmen des Förderprogramms „Saubere Luft 2017-2020“ gestellt. Mit der Einrichtung eines digitalen Mobilitätsportals für die Stadt soll die Stickoxidbelastung reduziert werden. Das digitale Mobilitätsportal wird dabei als Leuchtturmprojekt eingestuft. Das Portal, so stellt es Eva Struhalla als Leiterin des Amts für Verkehrs- und Landschaftsplanung vor, soll helfen, den Anteil von Fahrten des motorisierten Individualverkehrs zu verringern und den Umstieg auf andere Verkehrssysteme zu erleichtern.

Informationen Schadstoffbelastung

Das Portal soll einmal über die aktuelle Schadstoffbelastung in Limburg informieren. In diesem Zusammenhang soll es auch alternative Mobilitätsformen sowie -angebote vorstellen. Dazu gehört zum Beispiel eine Routenplanung für die verschiedenen Verkehrsmittel in Echtzeit, Informationen zu Parkmöglichkeiten oder Informationen zu freien Sharing-Fahrzeugen. An Tagen mit besonders hohen Belastungen in der Stadt sollen die Menschen dazu bewegt werden, auf weniger belastende Mobilitätsformen umzusteigen. Das Mobilitätsportal könnte auch als Plattform für eine Mitfahrerbörse fungieren.

Daten sammeln

Zunächst einmal geht es jedoch darum, möglichst viele Daten zum Verkehr und zur Mobilität in Limburg zu erhalten und zu sammeln. Dabei geht es zum Beispiel um die Daten zur Parkraumbewirtschaftung, um die zurückgelegten Wege in der Stadt, um Schadstoffbelastungen in Verbindung mit der Wetterlage, klimatischen Bedingungen und/oder dem Verkehrsaufkommen. Die Daten sollen dann den großen Internetplattformen, wie z.B. dem RMV angeboten werden. Nur in den Bereichen, wo keine entsprechende Plattform vorhanden ist, soll eine eigene App entwickelt werden. Das könnte ggf. beim Anrufsammeltaxi AST der Fall sein. Ziel ist es, neben einer telefonischen Vorbestellung auch eine Vorbestellung des AST über das Smartphone zu ermöglichen.

„In Bad Hersfeld wird das schon praktiziert. Dort werden die Informationen zur Verkehrsauslastung und Umweltdaten über eine Webseite zur Verfügung gestellt“, so der Hinweis von Bürgermeister Dr. Marius Hahn. In Limburg ist die Einrichtung eines digitalen Mobilitätsportals mit der Ausweitung des Verkehrsleitsystems und Rechners verbunden. Der Auftrag für die entsprechende Projektsteuerung wurde nach einem Interessenbekundungsverfahren an ein Ingenieurbüro aus Stuttgart vergeben. Dieses Büro soll eine Task-Force zur Einführung des Verkehrsleitsystems leiten, die Ausschreibung vorbereiten und begleitend vorbereiten.

Die Stadt hatte im Februar aus dem Förderprogramm „Saubere Luft“ des Bundes einen Bewilligungsbescheid in Höhe von rund 307.000 Euro erhalten. Der Bund fördert dabei mit maximal 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten die einzelnen Projekt, die Stadt selbst ist dann mit eigenen Mitteln in gleicher Höhe mit dabei. Für die Verbesserung des ÖPNV ist die Einrichtungen von dynamischen Fahrgastinformation vorgesehen, für das der Stadt Limburg ebenfalls ein Förderbescheid in Höhe von 381.029,00 € vorliegt.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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