PM Stadt Limburg – Zuschuss für saubere Luft

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Die Stadt Limburg hat Mittel aus dem Sofortprogramm „Saubere Luft“ des Bundes beantragt, die ersten Gelder sind bewilligt. Zur Ausweitung des Verkehrsleitsystems und des Verkehrsleitrechners stellt der Bund 307.000 Euro zur Verfügung.

„Wenn wir Fahrverbote vermeiden wollen, müssen wir alle anderen sich bietenden Möglichkeiten zur einer Verbesserung der Luft nutzen.“ Diese Auffassung vertritt Limburgs Bürgermeister Dr. Marius Hahn. In der Verwaltung laufen derzeit die Vorbereitungen, um mit der Ausweitung des Verkehrsleitsystems und des Verkehrsleitrechners zu Verbesserungen zu kommen. Aktuell können sich Fachbüros bewerben, die anschließend die Ausschreibung für die angestrebten Verbesserungen vornehmen. Die Stadt hat hierzu aus dem Förderprogramm „Saubere Luft“ des Bundes einen Bewilligungsbescheid in Höhe von rund 307.000 Euro erhalten. Damit fördert der Bund maximal 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Die Stadt selbst ist dann mit eigenen Mitteln in gleicher Höhe mit dabei.

„Saubere Luft“: Limburg erhält Zuschuss

Das Paket des sogenannten „Green City Plans“ war im vergangenen Jahr in verschiedenen Runden und mit zahlreichen Beteiligten zusammengetragen worden. Die Politik wählte daraus verschiedene Vorhaben aus, deren Bezuschussung anschließend beantragt wurde. Eine hohe Priorität erhielt die Ausweitung des Verkehrsleitsystems und des Verkehrsleitrechners. Diese gilt zudem die Ausweitung als kurz-und mittelfristig umsetzbar.

„Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, der sicherlich zu Verbesserungen führen wird. Zudem werden noch weitere Maßnahmen aus dem Programm ,Saubere Luft‘ gefördert werden.“ Hahn zeigt sich optimistisch, dass es zu einer Verringerung der Luftschadstoffe in Limburg kommen wird. Im vergangenen Jahr war die Stickstoffdioxidbelastung in der Innenstadt wieder leicht gestiegen, an drei Passivsammlern sowie an der Luftmessstation wird der Grenzwert für Stickstoffdioxid von 40 µg/m3   überschritten.

Optimierung bestehendes System

Mit den vom Bund zur Verfügung gestellten finanziellen Mitteln sowie dem Anteil der Stadt soll nach Angaben von Eva Struhalla, künftige Leiterin des Amts für Verkehrs- und Landschaftsplanung, das bestehende System optimiert werden durch einen „Task-Force-Verkehrsleitrechner“. Dieser zieht auch umweltsensitive Daten zur Verkehrssteuerung heran. Dabei ist vorgesehen, dem Verkehrsleitrechner die aktuellen Daten der Luftmessstation sowie weitere Daten durch das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie zur Verfügung zu stellen. Diese Umweltdaten sollen in die Arbeit und Funktionsweise des Verkehrsleitrechners eingehen.

Ziel ist es, in Zusammenarbeit zwischen Stadt, Hessen Mobil sowie dem Landesamt und Unternehmen ein abgestimmtes umweltsensitives Verkehrsmanagement innerhalb von Limburg und auf den umgebenden Straßen anzubieten. Dazu ist der Aufbau eines mittel- bis langfristigen Umweltmodells zur alltäglichen Prognose der Schadstoffbelastung über klimatische und wetterbedingte Voraussetzungen notwendig, das mögliche Hochbelastungstage bereits mittelfristig voraussagen kann. Zugleich bedarf es eines Eingriffsmodells, das auf Echtzeitdaten des Verkehrs sowie der Umwelt aufbaut und verkehrssteuernd eingreift.

Verkehrssteuernde Maßnahmen wären unter anderem Verkehrsteilnehmer auf ausgewählten Routen durch oder um die Stadt zu führen oder die zulässige Höchstgeschwindigkeit sich zeitlich der aktuellen Auslastung auf den Straßen der Innenstadt anpassen. Nach Angaben von Eva Struhalla können auch Anzeigetafeln an das System angeschlossen werden, die auf der Autobahn auf aktuelle Belastungen aufmerksam machen und somit bewirken, dass die Innenstadt umfahren wird. Sollten Durchfahrtsverbote notwendig werden, könnten diese ebenfalls zum Beispiel auf der Autobahn angezeigt werden. Ganz wichtig ist es für Bürgermeister Hahn, dass alles, was den Verkehr lenkt, anschließend auf seine Auswirkungen hin überprüft wird.

Die Ausweitung des Verkehrsleitsystems und des -rechners sind Bestandteil eines „Digitalpakts“ im Rahmen des Programms „Saubere Luft“. In diesem Bereich rechnet die Stadt mit weiteren Fördergeldern, um ein digitales Mobilitätsportal für die Stadt aufzubauen. Für die Verbesserung des ÖPNV ist die Einrichtungen von dynamischen Fahrgastinformation vorgesehen, für das der Stadt Limburg ebenfalls ein Förderbescheid vorliegt. Der bestehende Verkehrsleitrechner besteht seit dem Jahr 2017 und hat nach Angaben von Fachleuten zu einem besseren Verkehrsfluss in der Innenstadt geführt.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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