Pressemitteilung Stadt Limburg – Gute Noten für den Bauhof

Umwelt- und Qualitätsmanagement sowie Arbeitssicherheit spielen bei den Arbeiten, die die Mitarbeiter des Betriebshofs des Stadt Limburg ausführen, eine wichtige Rolle. Deshalb hat sich der Betriebshof vor über drei Jahren auch zertifizieren lassen, nun stand die Rezertifizierung an. Mehr dazu gab es in einer Pressemitteilung der Stadt Limburg. 

Der Zustand der Gerätschaften und Maschinen, die Sicherheitskleidung der Mitarbeiter, die Lagerung von Betriebsstoffen oder auch der Kenntnisstand der Mitarbeiter in Bezug auf Unfallverhütung stand auf dem Prüfstand. Dr. Eric Werner-Korall, Mitarbeiter der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen, hatte für alles ein waches Auge und offenes Ohr bei der Überprüfung des Betriebshofes der Stadt Limburg aus Anlass seiner Rezertifizierung. Der Betriebshof und seine verschiedenen Abteilungen haben bestanden, die Zertifizierung nach EcoStep ist verlängert.

Ziele der Zertifizierung

Ziele der Zertifizierung sind die Verbesserung betrieblicher Abläufe und des Arbeitsschutzes wie auch die Schonung der Umwelt. Vor über drei Jahren stellte sich die Stadt mit ihrem Betriebshof zum ersten Mal einer entsprechenden Überprüfung. Nun stand die Verlängerung des Zertifikats an. Auditor Werner-Korall zeigte sich überaus angetan von der Präsentation des Bauhofes. „Ein sehr professionell arbeitender Betriebshof, in dem die Mitarbeiter auch über ihren eigenen Tellerrand hinausschauen. Es wird auch darauf Wert gelegt, dass Qualität eine Rolle spielt“, zollte er Lob und Anerkennung. „Das hören wir gerne“, sagte der Erste Stadtrat Michael Stanke, der als Dezernent für den Betriebshof zuständig ist.

Begutachtung verschiedener Arbeiten

Den Auftakt der Begutachtung bildete das Fällen eines Baums am Spielplatz im Tal Josaphat. Dort hatte der letzte Sturm bereits einen Baum auf den Spielplatz kippen lassen, der das Toilettenhäuschen und ein Spielgerät beschädigte. Peter Weitershausen und Bernd Witterhold fällten unter Beobachtung einen zweiten Baum, dessen Standsicherheit nicht mehr gewährleistet war. Werner-Korall interessierte sich nicht nur für das Fällen selbst, sondern auch für Helm und Schuhe der Mitarbeiter, für den Zustand der Kettensägen und deren Wartung oder auch für die Sicherheitstechnik an dem Häcksler.

Auf dem Europaplatz nahm Werner-Korall die neuen Verkleidungen für die Spielgeräte in Augenschein. Diese kommen immer dann zum Einsatz, wenn sich auf dem Europaplatz Gegenstände oder Fahrzeuge befinden, die nicht mehr ausreichend Sicherheitsabstand zu den Spielgeräten ermöglichen. Dafür haben die Schreiner des Betriebshofs spezielle Verkleidungen gebaut, die als Hocker oder Tisch genutzt werden können.

Im ICE-Gebiet ließ sich der Auditor den Rückbau eines Absperrgitters demonstrieren. Im Schwimmbad begutachtete er die Rückschnitt- und Pflanzarbeiten der Stadtgärtner. Am Bahnhof galt es die Entfernung eines beschädigten Baums und die anschließenden Arbeiten zur Herstellung der Oberfläche in Augenschein zu nehmen. Bei all dem ging es auch immer wieder darum, welchen Kenntnisstand die Mitarbeiter haben, wenn es um die von den Maschinen ausgehenden Gefahren geht und um die Sicherheitsbestimmungen, die zu beachten sind.

Prüfung des Betriebshofes

Natürlich standen auch die Einrichtungen auf dem Betriebshof selbst im Focus. Verschiedene Werkstätten sind dort vorhanden, um die vielfältigen Aufgaben auch erledigen zu können. Auch wenn der Auditor Werner-Korall insgesamt einen sehr positiven Eindruck von dem Betriebshof, dessen Mitarbeitern aber auch von dem dort zur Verfügung stehenden Werkzeugen und Maschinen hat, zu verbessern gibt es natürlich auch noch etwas. Wenn der Behälter für Schutzbrillen leer ist, dann ist das schnell zu beheben. Auch bei Schleifsteinen gibt es in Sachen Sicherheit etwas zu verbessern.

Nach Angaben von Klaus Kunz, Leiter des städtischen Betriebshofs, haben die Zertifizierung und die damit verbundenen Änderungen zu deutlichen Verbesserungen geführt. So habe es zu Beginn der Vorbereitung auf das Qualitäts-, Umweltmanagement und die nach EcoStep zertifizierte Arbeitssicherheit auf dem Betriebshof noch keinen separaten Raum zur Aufbewahrung von gefährlichen Stoffen gegeben, inzwischen ist das Standard. Auch die Ausstattung der Mitarbeiter mit persönlicher Schutzausrüstung (PSA) wurde entscheidend ausgeweitet.

„Ich bin auch erfreut, dass die vor über drei Jahren angesprochenen Punkte tatsächlich behoben sind“, sagte der Auditor zu Kunz sowie den Abteilungsleitern Michael Menier (Bauhof) und Matthias Beul (Stadtgärtnerei). Kritisiert hatte Werner-Korall im Rahmen der Zertifizierung vor über drei Jahren zum Beispiel die Mischanlage für Sole, aus der die Fahrzeuge des Winterdienstes zum Streuen von Feuchtsalz gespeist werden. Inzwischen gibt es eine doppelwandige Anlage, Leckagen gehören der Vergangenheit an und die Anlage wird elektronisch überwacht.

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.