Pressemitteilung Stadt Limburg – Umweltzone Limburg, Informationsabend Gewerbegebiet Offheim

Umweltzone Limburg: Ausnahmegenehmigungen beantragen

Zum 31. Januar 2018 wird die Limburger Innenstadt zur Umweltzone. Grundsätzlich ist dann die Fahrt in die Stadt nur mit Kraftfahrzeugen möglich, die über eine grüne Plakette verfügen. Es gibt jedoch auch Ausnahmen. So sind zum Beispiel Arbeitsmaschinen, landwirtschaftliche Zugmaschinen, zwei- und dreirädrige Kraftfahrzeuge oder auch Oldtimer von der Kennzeichnungspflicht, also von der grünen Plakette befreit. Im Internet gibt es unter www.umweltzone-limburg.de ausführliche Informationen zur Umweltzone und den damit verbundenen Zufahrtsregelungen und Ausnahmegenehmigungen.

Nach Frankfurt, Offenbach, Marburg, Darmstadt und Wiesbaden wird Limburg die sechste Stadt in Hessen, die zur Umweltzone ausgewiesen wird – und es ist die erste kreisangehörige Stadt. Das führt auch dazu, dass die Ausnahmegenehmigungen, die auf Antrag erteilt werden, über den Landkreis als Straßenverkehrsbehörde ausgegeben werden. Die Ausnahmegenehmigungen erteilt: Der Landrat des Landkreises Limburg-Weilburg, Amt für Öffentliche Ordnung, Westerwaldstraße 111, 65549 Limburg/Lahn, Tel. (06431) 296-724, E-Mail: stvb@limburg-weilburg.de.

Die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung ist maximal auf ein Jahr befristet. Es gibt verschiedene Gründe, eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten, sofern das Fahrzeug nicht generell von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen ist. Zu den Gründen gehören unter anderem, dass eine technische Nachrüstung des benutzten Fahrzeugs technisch nicht möglich ist, eine Ersatzbeschaffung wirtschaftlich nicht zumutbar ist und entsprechende Gründe für eine Fahrt in die Umweltzone Limburg müssen ebenfalls vorliegen. Dabei wird unterschieden in private und gewerbliche Fahrtzwecke (z. B. Fahrten bei notwendigen regelmäßigen Arztbesuchen, soziale und pflegerische Hilfsdienste) sowie öffentliche Fahrtzwecke (z. B. Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern).

Die Ausstellung einer Ausnahmegenehmigung ist mit Gebühren verbunden und abhängig von der Laufzeit. Wer eine Ausnahmegenehmigung mit der Laufzeit von einem Jahr haben möchte, muss 100 Euro zahlen, wer einen Monat beantragt, zahlt 20 Euro. Die Gebührensätze sind hessenweit gleich. Eine Ausnahmegenehmigung wird nicht erteilt für touristische Besuche, zu Einkaufs- und Besuchszwecken oder zum Transport von Kindern in die Schule oder Tagesstätte.

Wer keine grüne Plakette an seinem Fahrzeug hat, nicht von der Kennzeichnungspflicht befreit ist und auch über keine Ausnahmegenehmigung verfügt und nach in Kraft treten der Umweltzone in die Limburger Innenstadt fährt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 80 Euro rechnen. Die Kontrolle des ruhenden Verkehrs obliegt dabei den Mitarbeitern des Ordnungsamts der Stadt Limburg, die Kontrolle des fließenden Verkehrs ist Aufgabe der Polizei.

Stadt informiert über Gewerbegebiet

Deutlich sichtbar hat sich das Gewerbegebiet „Nördlich der Kapellenstraße“ in Offheim innerhalb nur weniger Jahre entwickelt. Die Flächen sind vergeben und zum großen Teil schon bebaut. Eine Erweiterung des Gewerbegebiets wird von der Stadt verfolgt, das führt in dem betroffenen Stadtteil auch zu Ängsten und Befürchtungen, deshalb hat der Ortsbeirat Ende vergangenen Jahres um eine Informationsveranstaltung gebeten. Diese findet am Donnerstag, 18. Januar, im großen Saal des Bürgerhauses statt, Beginn ist um 18 Uhr. Die Delegation der Stadt führt Bürgermeister Dr. Marius Hahn an.

Die Nachfrage nach Gewerbeflächen in Limburg ist sehr hoch, für verschiedene Ansiedlungs- und Erweiterungswünsche stehen keine geeigneten Flächen mehr zur Verfügung. Die Stadt strebt daher eine Erweiterung des Gewerbegebiets „Nördlich der Kapellenstraße“ in Offheim an. Neu ist dieser Wunsch nicht, im Flächennutzungsplan ist eine solche Ausweitung bereits seit 1983 vorgesehen. Als im Jahr 2008 die konkrete Erschließung des Gewerbegebietes und damit die Ansiedlungen folgten, gab es durchaus schon klare Hinweise auf die weitere Entwicklung. Auf dem rund 34 Hektar großen Areal haben heute unter anderem Albert Weil AG, Ovalo, Moba (Erweiterung), Uni-Elektro und weitere Unternehmen ihre Standorte; die Blechwarenfabrik und Genius mit Sonnenklar TV werden im Laufe des Jahres dort ihre neuen Standorte beziehen. Die von der Stadt gewünschte Erweiterung umfasst das Gebiet bis zum Dehner Weg und ist 37 Hektar groß. Der Ortsbeirat von Offheim hat die Erweiterung des Gewerbegebiets abgelehnt, er stimmte auch schon gegen die Ausweisung des ersten Abschnitts.

An der Informationsveranstaltung nehmen neben Bürgermeister Dr. Hahn von der Stadtverwaltung noch Annelie Bopp-Simon (Stadtentwicklung und Bauleitplanung), Ulrich Aumüller (Wirtschaftsförderung und Grundstücksverkehr) sowie Jürgen Dumeier (Verkehrs- und Landschaftsplanung) teil, die Moderation übernimmt Dr. Jürgen Schmitt von der Nassauischen Heimstätte.

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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