Projekt Soziale Stadt in der Südstadt – Arbeit mit den Menschen

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Morgen ist die Auftaktveranstaltung zur Sozialen Stadt Südstadt Limburg. Um 18.30 Uhr findet diese in der Domäne Blumenrod statt.

Bei der Sozialen Stadt handelt es sich um eine Städtebauförderung vom Bund. Es ist ein komplexes Programm, mit unterschiedlichen Erwartungen auf den Ebenen Bildung, Integration, Spiel und Spaß. Neben der Stadt Limburg ist der Bund und die Länder bei diesem Projekt mit integriert. Es geht darum Städteteile zu stabilisieren und aufzuwerten. Nach einer Analyse, wo die Bedürfnisse liegen, finden über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren Investitionen in diese Stadtteile statt. „Es werden nicht nur Baumaßnahmen umgesetzt, sondern auch das Miteinander der Bewohner gefördert“, sagt Bürgermeister Dr. Marius Hahn und lädt alle Interessierten zur Auftaktveranstaltung ein.  Die Limburger Südstadt mit den Vierteln Blumenrod und Meilenstein wurden 2017 in das Förderprogramm aufgenommen.

Arbeit mit den Menschen

Es ist vor allem die Arbeit mit den Menschen, um die Bedürfnisse aufzudecken. Was bewegt die Menschen vor Ort? Welche Wünsche haben sie? Welche Anregungen geben sie? Seit August ist daher Marcus Schenk als Quartiersmanager in der Limburger Südstadt unterwegs, schaut sich Herausforderungen und Potentiale des Viertels an und spricht mit den Menschen. Er sieht sich dabei als neutraler Mittler zwischen den Bürgern, der Stadt, den Vereinen und den Behörden. Ganz wichtig ist es dabei, vor Ort zu sein und die Prozesse mit zu begleiten. Daher ist es wichtig, dass jetzt zügig ein Stadtteilbüro eingerichtet wird.

Das „Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept“ – kurz ISEK – wird dabei der erste Baustein im Projekt sein. Das ISEK ist das „Drehbuch“ für die Umsetzung dieser Projekte in den kommenden zehn Jahren. Projektleiterin Ulrike Hesse vom Büro Rittmannsperger betont, dass es äußerst wichtig ist, möglichst viele Bewohner zu beteiligen, damit ein richtiges Bild vom Quartier entsteht. Und das gilt auch am Tag der Auftaktveranstaltung. Bereits vor der offiziellen Veranstaltung am Abend gibt es verschiedenen Aktionen in der Südstadt. Ab 13 Uhr ist Schenk mit seinem Team am Gemeindezentrum und vor der Egenolfanlage präsent und spricht Bürger an. Ihre Anregungen und Ideen werden an Stellwänden festgehalten und fließen später in das Konzept ein.

Herausforderung Südstadt

Bei der Südstadt. vom Bahnhof bis nach Blumenrod, handelt es sich um ein sehr großes, heterogenes Gebiet, welches bisher keine Quartiersmitte besitzt und aus kleinen Quartiereinheiten zu bestehen scheint. Dies stellt auch eine Herausforderung bei dem Projekt dar. Daher ist es auch denkbar, dass ein Stadtteilbüro nicht an einem festen Punkt installiert wird, sondern es ein mobiles Stadtteilbüro gibt. Ziel ist es am Ende, in diesem Stadtteil die Lebensbedingungen zu verbessern. Er soll schöner und wohnlicher gestaltet werden, alle Bevölkerungsgruppen sollen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, es soll Beratungs- und Hilfeangebote geben und die Bürger sollen sich miteinander sowie füreinander engagieren.

Erstellen eines Maßnahmenplanes

Der erste Schritt ist dann die Erstellung eines sogenannten „Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts“ – kurz ISEK. Im ISEK werden Stärken und Schwachstellen im Gebiet analysiert und daraus Aufgaben und Projekte abgeleitet, die die Stadt in den kommenden Jahren angehen will. „Das Entwicklungskonzept stellt somit das „Drehbuch“ für die Umsetzung dieser Projekte in den kommenden 10 Jahren dar“, sagt Ulrike Hesse. Sie ist Projektleiterin im Büro Rittmansperger und wurde von der Stadt Limburg beauftragt, mit den Bürgern das ISEK zu erstellen. Ihr ist es wichtig, dass sich bereits bei der ersten Veranstaltung möglichst viele Bürger einbringen: „Schließlich sind die Bürger die Experten für ihr Lebensumfeld.“ Bis zum Frühjahr 2020 soll das ISEK erstellt sein. Dabei werden von dem begleitenden Büro keine Lösungen formuliert, sondern nur Aufgaben gestellt. Zusammen wird ein Katalog aufgestellt, wo investiert werden kann. Durch die langfristige Förderperspektive erhält die Stadt Limburg somit auch eine Planungssicherheit.

Die nächste Sprechstunde mit Marcus Schenk ist am Mittwoch, 11. September, ab 16 Uhr im „Café Denkmal“ in der Domäne Blumenrod. Später werden die Sprechstunden dann in einem Quartiersbüro stattfinden, das aktuell gefunden und eingerichtet werden muss. Mit dem Quartiersmanagement kann auch persönlich einen Termin vereinbart werden, um über das Viertel oder das Förderprogramm „Soziale Stadt“ zu reden. Zu erreichen ist es unter Tel.: 0177-5212345 oder per Mail schenk@qurban.de

Wenn ihr mehr über Marcus Schenk. auch „Kümmerer der Südstadt“ genannt, erfahren möchtet, könnt ihr hier ein Interview mit ihm nachlesen, durchgeführt von der Pressestelle der Stadt Limburg.

Weitere Informationen zum Projekt Soziale Stadt findet ihr auf der Homepage der Stadt Limburg.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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