Reduzierung der Straftaten im letzten Jahr

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Im Jahr 2018 gingen die Straftaten um 8,7 Prozent zurück auf 7.226 Fälle. Dies geht aus der Kriminalstatistik der Polizeidirektion Limburg-Weilburg hervor.

Im vergangenen Jahr wurden von der Polizeidirektion Limburg-Weilburg 7.226 Straftaten registriert. Dies ist ein Rückgang um 691 Straftaten oder 8,7 Prozent. Zeitgleich konnte die Aufklärungsrate gesteigert werden und liegt bei 64,8 Prozent. Dies sind 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit liegt die Aufklärungsquote seit zehn Jahren über der 60-Prozent-Marke. Im landesweiten Vergleich liegt sie damit im Spitzenbereich.

Blick auf Gesamthessen

Hessenweit gab es 2018 372.798 Straftaten, 0,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote landesweit liegt bei 64,2 Prozent und damit auf dem höchsten Wert seit der EDV-gestützten Kriminialstatistik seit 1971. Rein statistisch werden im Landkreis pro 100.000 Einwohner 4.202 Straftaten begangen. Dies liegt unter dem hessenweiten Wert von 5.971 Straftaten pro 100.000 Einwohner.

Frank Göbel, Leiter der Polizeidirektion, zieht eine positive Bilanz angesichts dieser Zahlen. Sowohl der Rückgang der Straftaten wie auch die Steigerung der Aufklärungsquote spiegeln für ihn die erfolgreiche Ermittlungs- und Fahndungsarbeit sowie die gute Präventionsarbeit der Polizei wieder. Aber auch die couragierten, aufmerksamen Bürger*innen haben Anteil daran, weil sie nicht wegschauen, sondern sich bei der Polizei melden, wenn ihnen etwas auffällt.

Aufteilung der Straftaten

Die meisten Strafdelikte wurden im Bereich der Eigentumsdelikte begangen mit einem Anteil von 53,7 Prozent (58 Prozent in 2017). Rückläufig in diesem Bereich waren die Straftaten bei den einfachen und den schweren Diebstählen. Auch die Betrugsdelikte zählen zu diesem Bereich und hatten im letzten Jahr einen Rückgang von 20 Prozent (1.327 Delikte). Insgesamt konnte die rückläufige Tendenz bei Wohnungseinbrüchen aus dem Jahr 2016 und 2017 fortgesetzt werden und es wurden 185 Wohnungseinbrüche registriert (-10 Fälle).
Nach der Häufigkeit der begangenen Straftaten folgen auf die Eigentumsdelikte 726 Körperverletzungen (-27/-3,6 Prozent zu 2017) und 622 Sachbeschädigungen (-55/-8,1Prozent). Einen Anstieg mit 555 Straftaten gab es bei den Rauschgiftdelikten (+69/+14,2Prozent). Die noch verbleibenden 1.801 Straftaten verteilen sich auf das übrige Strafgesetzbuch und die strafrechtlichen Nebengesetze.

Es gab sieben Fälle wegen Straftaten gegen das Leben (-4/ -36,4 Prozent). Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gab es 111 mal (109 in 2017). Insgesamt liegt die Aufklärungsquote bei den Sexualdelikten im Kreis auf einem konstant hohen Niveau von 87,4 Prozent.
Vor allem im Bereich der Körperverletzung gab es eine Reduzierung von 753 auf 726 Fälle. Insgesamt konnten 710 Tatverdächtige festgenommen werden, darunter 237 nicht-deutsche Tatverdächtige).
Bei den Raubstraftaten gab es einen Anstieg um 21 Fälle auf 61 (+52,2 Prozent), wovon 70,5 Prozent (43 Fälle) aufgeklärt werden konnten. Leider gab es auch 171 Fälle häuslicher Gewalt, 2017 waren es 164 Fälle.

Kriminalitätsbelastung in den Kommunen

So wie sich der Trend im Landkreis zeigt, sieht es auch in 14 einzelnen Kommunen, die einen Rückgang der Kriminalität zu verzeichnen haben. Nur in den Kommunen Runkel (+40), Hadamar (+33), Hünfelden (+26) und Beselich (+17) nahm die Kriminalität zu.

39,6 Prozent der registrierten Straftaten aus dem Landkreis ereigneten sich in Limburg. Der Bericht weist jedoch darauf hin, dass es in Limburg viele Pendlerbewegungen gibt, attraktive Einkaufs- und Freizeitangebote sowie gute Verkehrsanbindungen. Dadurch halten sich zeitlich begrenzt deutlich mehr Menschen in der Stadt auf, als wie es Einwohner gibt. Danach folgen Bad Camber, Weilburg und Hadamar.

Den vollständigen Bericht zur Kriminalitätsstatistik der Polizeidirektion Limburg-Weilburg findet ihr hier.



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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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