Rund sieben Prozent der Autofahrer zu schnell unterwegs

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Seit Mitte Juli führt das Ordnungsamt Limburg regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen durch. Etwa alle zwei Wochen gibt es eine Auswertung der Zahlen. Rund sieben Prozent aller Autofahrer sind zu schnell in Limburg unterwegs.

Immer wieder gab es in den letzten Jahren Beschwerden. Die Autos halten sich nicht an die Geschwindigkeiten. Dadurch entstehen gefährliche Situationen beim Überqueren der Straßen für Fußgänger, an Kreuzungen und speziell an Schulen, Kindergärten oder Senioreneinrichtungen. Als Lösungen nennen Betroffene feste Blitzer, mehr Geschwindigkeitskontrollen oder auch Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Straßen.

Auf die verstärkten Beschwerden der Bevölkerung reagierte die Stadt mit verstärkten Kontrollen ab Mitte Juli. Auf den Straßen in der Stadt wird zu schnell gefahren, oft genug auch gerast und häufig sind Fahrzeuge mit einer Lautstärke unterwegs, die für Anwohner zu einer richtigen Lärmbelästigung werden. „Das Ordnungsamt der Stadt sieht daher die Notwendigkeit, den Verkehr in der Stadt stärker zu kontrollieren und kommt mit den Messungen auch einer Forderung der Ortsbeiräte nach“, war in der Ankündigung im Juli zu lesen. Gegen den Lärm in der Innenstadt setzte die Stadt bereits im Vorfeld Maßnahmen um wie Tempo 30 Zone und in der Innenstadt und sogar Tempo 20 in der Grabenstraße.

Rund sieben Prozent zu schnell unterwegs

In den ganzen Wochen nahm sich das Ordnungsamt verschiedene neuralgische Punkte innerorts, in den Ortsteilen und auch außerorts vor, um dort die Geschwindigkeit zu messen. Das Ordnungsamt stellte die Blitzen an Gefahrenstellen, Unfallschwerpunkten oder auch im Bereichen, in der es eine besonders hohe Belastung von Anliegern gibt, auf.

In den letzten Wochen registrierte das Ordnungsamt an den verschiedenen Messpunkten insgesamt 33.326 Fahrzeuge, von denen 2.407 Autos zu schnell unterwegs waren. Damit waren rund 7,2 Prozent der Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs. An welchen Stellen gemessen wurde und wie hoch die Verstöße der Geschwindigkeit waren, könnt ihr in den einzelnen Pressemitteilungen der Stadt nachlesen (erste Messung, zweite Messung sowie dritte Messung). Zudem gab es eine Aktion mit der Bereitschaftspolizei Wiesbaden, bei der das Augenmerk speziell auf getunten Fahrzeugen lag.

Applaus für die Aktion bis Unverständnis

Die konzentrierte Aktion des Ordnungsamtes sorgte für unterschiedliche Reaktionen bei der Bevölkerung. Ein Teil begrüßte diese und fand es gut, dass endlich mal etwas gemacht wird. Der andere Teil sah darin nur reine Geldmacherei und ließ sich sogar durch diese Aktion provozieren. In den sozialen Netzwerken findet sich das gesamte Spektrum der Reaktionen wieder. Eine Meinung- anstatt wichtige Stellen zu kontrollieren, sei dies eine Aktion, um die leere Stadtkasse zu füllen. Die entgegensetzte Meinung: alle, die sich beschweren, wollen sich nicht an die StVO halten. Wer sich an die Geschwindigkeit hält, hat nichts zu befürchten.

Die Zahlen zeigen auch, dass 93 Prozent der Verkehrsteilnehmer sich an die Geschwindigkeit halten. Und die groben Ausreißer mit dem doppelten der erlaubten Geschwindigkeit bis hin zum dreifachen der erlaubten Geschwindigkeit sind vereinzelte Fälle. Aber dennoch ist dies kein Negieren der Zahlen. Denn es reicht ein zu schnelles Auto, welches einen Unfall verursacht, bei denen Menschen zu schade kommen.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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