Sanierung der Burg Merenberg für 300.000 Euro

Die Burg Merenberg profitiert von Kulturinvestitionsprogramm, denn das Land fördert die Sanierung der beliebten Ruine mit 300.000 Euro. Dazu gab das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst nachfolgende Pressemitteilung heraus. 

Wiesbaden/Merenberg. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein besuchte die Burg Merenberg im Kreis Limburg-Weilburg und informierte sich über die dort laufenden Arbeiten. Die Ruine profitiert vom Kulturinvestitionsprogramm des Landes Hessen: Sie wird derzeit saniert. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst fördert die Arbeiten mit 300.000 Euro. Zudem enthüllte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein bei seinem Besuch ein neues Informationsschild zur Geschichte der Burganlage.

Gut angelegte Mittel

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Burg Merenberg liegt auf einem Basaltkegel hoch über dem Dorf Merenberg und prägt mit ihrem runden Bergfried die Landschaft. Den Bergfried kann man erklimmen und auch für private Feiern ist die malerische Ruine offen – das macht sie zu einem Kulturdenkmal, das die Menschen der Region aktiv nutzen und das ihnen am Herzen liegt. Die Hessische Landesregierung möchte diese Kulturschätze erhalten. Deswegen fördern wir die Sanierung der Burg Merenberg gern. Bei meinem heutigen Besuch konnte ich mich davon überzeugen, dass die Mittel gut angelegt sind.“

Die Sanierungsarbeiten wurden im Jahr 2017 begonnen und dieses Jahr in einem zweiten Abschnitt fortgeführt. Sie konzentrieren sich vor allem darauf, die stark geschädigten Mauern der Burgruine instand zu setzen.

Neues Infosschild zur Geschichte

Bei seinem Besuch stellte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein auch das neue Informationsschild vor, das einen Überblick über die Geschichte der Burg gibt: Sie wurde 1129 erstmals urkundlich erwähnt und wohl als Rittersitz errichtet, von dem aus die Burgherren das Wegenetz kontrollieren konnten. Auch zu den verschiedenen Geschlechtern und dem Schicksal der Burg im Dreißigjährigen Krieg gibt die Infotafel Auskunft.

„Das neue Info-Leitsystem wird nach und nach bei mehreren Kulturdenkmälern zu finden sein. Sie bereichern den Besuch unserer Kulturschätze genauso wie die Arbeit vieler Ehrenamtlicher: Für Burg Merenberg zum Beispiel setzt sich der Förderkreis Burg Merenberg ein, dem ich herzlich für sein Engagement danke“, ergänzte Boris Rhein.

Zehn Millionen Euro für Kulturinvestitionsprogramm

Aus dem Kulturinvestitionsprogramm stehen bis zum Jahr 2019 zehn Millionen Euro für Sanierungen und Restaurierungen von Baudenkmälern wie Schlösser, Gärten und Burgen zur Verfügung. Zu den Maßnahmen zählt zum Beispiel die Ruinenpflege der Burgen Münzenberg, Oberreifenberg oder Ehrenfels sowie die Instandsetzung des Klosters Konradsdorf; aber auch Arbeiten, die der Besucherfreundlichkeit dienen: Das Schloss Bad Homburg etwa bekommt unter anderem rollstuhlgerechte Toiletten- und sanierte Treppenanlagen.

„Von unserem Kulturinvestitionsprogramm profitiert ganz Hessen. Insgesamt sind derzeit 31 einzelne Maßnahmen an 21 Standorten im Land geplant. Ein wichtiges Ziel ist die Verkehrssicherung und Verbesserung der Barrierefreiheit. Dabei liegen mir einerseits Erleichterungen für mobilitätseingeschränkte Personen am Herzen – andererseits habe ich jedoch auch Familien mit Kinderwagen im Blick. Auch sie sollten sich in unseren Schlösser und Burgen möglichst ungehindert bewegen können. So trägt das Sonderprogramm maßgeblich dazu bei, unser wertvolles kulturelles Erbe zu erhalten und für die nachfolgenden Generationen erlebbar zu machen“, so Boris Rhein abschließend.

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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