Skaterplatz Elz – Attraktives Freizeitgelände für Jugendliche

Am Freizeitgelände „Wassergraben“, bei vielen auch als Skaterplatz bekannt, tut sich was. Schwere Steine liegen herum und werden zu halbrunden Formationen aufeinandergelegt. Dies sind die ersten Arbeiten, um den Bereich neu zu gestalten und aufzuwerten.

Pläne für das Freizeitgelände gab es schon länger. Nun sind alle Formalitäten geklärt und die Arbeiten beginnen. Die genauen Pläne wurden im Ausschuss Jugend, Kultur, Sport und Soziales letzte Woche vorgestellt.

Attraktiver Aufenthaltsbereich

Im ersten Bauabschnitt wird der vordere Bereich direkt an der Mühlstraße umgewandelt. Derzeit liegen dort große Steine, damit die Autos nicht auf das Gelände fahren können. Bis zum Beginn der Sportflächen befindet sich dort ein wenig Grün auf Schotterfläche. Der Platz erhält eine neue Zufahrt, welche links und rechts begrünt wird. Diese führt zu fünf Parkplätzen. Die Fläche erhält einen überdachten Aufenthaltsbereich mit Sitzmöglichkeiten. Die anschließende Spielfläche wird eingezäunt. Um dieses Projekt zu realisieren, hat die Gemeinde bereits 2016 15.000 Euro in den Haushalt eingestellt.

Kirmesburschen haben angepackt

Der Platz geriet wieder in den Fokus, als die Kirmesburschen letzte Woche Besen und Schaufel in die Hand nahmen, um ihn von Müll und Scherben zu befreien. Sie waren doch frustriert, als nur drei Tage später von dieser Aktion nichts mehr zu sehen war. Dabei kritisierten sie auch die Gemeinde, dass zu wenig Mülleimer dort stehen würden und von der Gemeinde etwas kommen müsse. Darauf reagierte Bürgermeister Horst Kaiser (CDU) in der Sitzung. „Wir erleben als Gemeinde den gleichen Frust wie die Kirmesburschen“, so Kaiser.

Zweimal die Woche sind die Mitarbeiter des Bauhofs mindestens dort unten und säubern den Platz. Es ist sinnlos, Mülleimer aufzustellen, da diese innerhalb kurzer Zeit beschädigt werden. Und für abends, wo scheinbar die Randalierer und Beschmutzer unterwegs sind, habe er nur beschränkte Mittel, um Leute zur Kontrolle vor Ort zu schicken. „Wir können da nicht 24 Stunden präsent sein“, so Kaiser. Dennoch sei ihm bewusst, dass das Gelände stark genutzt wird. Daher soll es zu einem Ort mit Aufenthaltsqualität entwickelt werden. Doch wie könne es die Gemeinde schaffen, dass dort weniger randaliert wird?

Einbindung von Jugendlichen

Eine Lösung hat eventuell Jugendpfleger Helder Machado. Von Anfang an hat er die Jugendlichen mit Ideen mit einbezogen und auch bei der Umsetzung sollen sie nicht fehlen. „Wir müssen bei den Jugendlichen das Bewusstsein für diesen Platz schärfen, um dauerhaft eine Aufenthaltsqualität zu erreichen“, so Machado. Daher gibt es in der letzten Schulwoche eine Aktion mit der Erlenbachschule, dass Schüler vor Ort mithelfen, den Platz umzugestalten. Auch stimmte er den Kirmesburschen zu, dass zu wenig Mülleimer dort unten vorhanden sind. Er wies auch darauf hin, dass sich alle bewusst sein sollten, dass es weiterhin Müll dort geben wird, doch wenn alle etwas für diesen Platz tun, dann könne er sich positiv entwickeln.

Wenn es nach der Gemeinde geht, soll der erste Bauabschnitt bereits in diesem Jahr umgesetzt werden. Für den restlichen Platz sind dann bis zum nächsten Jahr statt der mobilen Skateranlage eine feste Anlage aus Betonelementen geplant. Der Basketball- wie auch Fußballplatz sollen bestehen bleiben eventuell ergänzt durch weitere Sitzmöglichkeiten und Fahrradstellplätze. Im hinteren Bereich soll ein Fahrrad-Parcours entstehen. Für die kommenden Haushaltsberatungen soll nun eine Kostenaufstellung für die Maßnahmen aufgestellt werden.

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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