Solarpark Limburg sowie Fachkräfte-Offensive

Lange war es still um einen möglichen Solarpark zwischen Lindenholzhausen und Linter, jetzt scheinen die Planungen viel weiter fortgeschritten als gedacht. Die Kommunalpolitiker wünschen sich weitere Beratungen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat Unternehmen im Kreis Limburg-Weilburg aufgerufen, eine Fachkräfte-Offensive in ihren Betrieben zu starten.

Solarpark Limburg

Ein möglicher Solarpark zwischen Lindenholzhausen und Linter an der A3, errichtet und betrieben durch die EVL, sorgte von Anfang an für kontroverse Diskussionen. Vor allem das Aufstellen auf derzeit landwirtschaftlich genutzten Flächen sorgte für Unmut. Betroffene Landwirte und der Kreisbauernverband Limburg-Weilburg befürchteten, dass der Solarpark zu Lasten der Landwirtschaft gehe. Eine Fläche von 28 Hektar sollte geprüft werden, ab 10 Hektar sei ein solcher Solarpark wirtschaftlich. Vor allem die SPD suchte nach Alternativen und brachte Agri-Photovoltaik ins Gespräch, also eine gleichzeigte Nutzung als Solarpark und landwirtschaftliche Fläche. Beide Seiten hätten Abstriche machen müssen, aber beide müssten nicht verzichten. Ab Frühjahr 2022 war es auf einmal ruhig um das Thema.

Nun zeigten sich einige Kommunalpolitiker überrascht, wie weit die Planungen fortgeschritten seien. Die EVL habe gute Resonanzen der Grundstücksbesitzer und plane nun einen Solarpark auf einer Fläche von 26 Hektar. Keine Aussage zu möglichen Alternativen. Der Solarpark in dieser Größe könne im Jahr 8.000 Limburger Haushalte versorgen und 12.500 Tonnen CO2 einsparen. Die Kommunalpolitiker haben jedoch noch Fragen und gehen in eine weitere Beratungsrunde. Via NNP-WT

Wenn ihr nochmal alle Artikel zum Thema lesen wollt, findet ihr diese hier.

Auch die EVL ist auf zahlreiche Fragen eingegangen, die Antworten findet ihr hier

Fachkräfte-Offensive

Es geht um die zweite Chance im Job – um die nachgeholte Berufsausbildung. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ruft Unternehmen im Kreis Limburg-Weilburg auf, eine Fachkräfte-Offensive in ihren Betrieben zu starten. „Eine ‚Neustart-Chance‘ für die Beschäftigten, die keine Berufsausbildung haben. Um sie sollten sich Betriebe deutlich mehr kümmern. Im Landkreis Limburg-Weilburg gibt es rund 8.070 sozialversicherungspflichtig Beschäftige ohne Berufsabschluss. Das sind gut 14 Prozent der Erwerbstätigen“, sagt Hendrik Hallier. Der Geschäftsführer der NGG Rhein-Main beruft sich dabei auf Angaben der Arbeitsagentur.
Menschen ohne Ausbildung gezielt zu fördern, sei ein wichtiger Aspekt im Kampf gegen den Fachkräftemangel. „Ein schlechter Schulabschluss, eine frühe Schwangerschaft, Schwierigkeiten im alten Ausbildungsbetrieb oder in der Berufsschule – es gibt viele Gründe, warum Beschäftigte in jungen Jahren eine Ausbildung abgebrochen oder gar nicht erst begonnen haben. Es wäre aber falsch, sie als ‚ewig Ungelernte‘ abzustempeln. Sie sollten eine zweite Chance bekommen. Und die NGG ruft auch die Beschäftigten auf, dieses Thema offensiv bei ihren Chefs anzugehen. Die Arbeitsagentur fördert etliche Qualifizierungen. Die NGG Rhein-Main rät Betriebsräten und Beschäftigten, aber auch den Geschäftsführungen von Unternehmen, sich über Angebote der Arbeitsagentur zu informieren (www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/foerderung-von-weiterbildung).
Im Kreis Limburg-Weilburg nutzen bereits Beschäftigte die Chance, sich für einen Berufsabschluss fit zu machen. Es seien jedoch zu wenige – im ersten Halbjahr nur drei Qualifizierungen. Die Qualifizierung ungelernter Mitarbeiter sei eine Investition ins Betriebs-Know-how. Gleichzeitig sichere eine nachgeholte Ausbildung Beschäftigten aber auch einen höheren Lohn und vor allem eine bessere Perspektive im Berufsleben. Via Pressemitteilung NGG

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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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