SPD möchte Lädchen unterstützen

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Im Lädchen in Limburg können bedürftige Menschen für wenig Geld Lebensmittel kaufen. Durch Corona entstehen für die ehrenamtlichen Helfer neue Herausforderungen. Dabei möchte ihnen die SPD Limburg helfen.

Seit 18 Jahren gibt es das Lädchen in der Gartenstraße in Limburg. Zweimal die Woche verkaufen dort rund 50 ehrenamtliche Helfer Lebensmittel an bedürftige Menschen. Doch leider kamen mit Corona auch Herausforderungen an ihr Engagement. Wie die Arbeit derzeit organisiert ist und welche Wünsche der Förderverein Obdachlosenhilfe hat, wollte der Arbeitskreis Soziales der SPD-Stadtverordnetenfraktion wissen. Eingeladen hatte Nicole Roßberger, Ausschussvorsitzende des Ausschusses für Jugend und Soziales. Mit dabei war auch der Erste Kreisbeigeordnete Jörg Sauer.

Kooperation mit Foodsharing

Aufgrund der Altersstruktur war es den Helfern nicht möglich, zum Höhepunkt von Corona im Frühjahr, den Betrieb aufrecht zu erhalten, so Edmund Muth, stellvertretender Vorsitzender vom Förderverein Obdachlosenhilfe. Dankbar war der Verein, dass sie Unterstützung von der Foodsharing-Gruppe Limburg-Diez erhielten, die dann relativ schnell die Organisation übernahmen. Anna Olschewski stellte dar, dass sie mit insgesamt 12 Frauen die Abholung der Lebensmittel wie auch die Verteilung übernahmen. Hilfe erhielten sie vom Mütterzentrum Limburg sowie von Jugendlichen von Fridays for Future. Die Räumlichkeiten des Lädchens sind zu klein, um genügend Abstand zu gewährleisten. Daher verlegten die ehrenamtlichen Helfer die Verteilung in den Hof. Eine weitere Entzerrung erreichten sie dadurch, dass auch im Mütterzentrum Lebensmittel verteilt wurden.

Steady

Dies haben sie einige Wochen gemacht, bis der Verein die Arbeiten wieder übernahm. Sie übernahmen ebenfalls das Prinzip der Foodsharing-Gruppe, die Lebensmittel an der frischen Luft zu verkaufen. In den Hof dürfen immer zwei Personen hinein, die restlichen Personen müssen auf dem Bürgerstein warten. „Alle zehn Minuten gehe ich raus und ermahne die Wartenden, Abstand zu halten und ihre Maske zu tragen“, so Muth. Den Abstand einzuhalten, sei mit das größte Problem. Doch nun kommt der Winter und stellt den Verein vor neue Herausforderungen. Denn wenn es kalt wird und regnerisch, wird es im Hof schnell ungemütlich. Und das vorhandene Dach bietet nur wenig Schutz.

SPD sagt Unterstützung zu

„Wir haben noch keine Ahnung, wie wir es machen, wenn es kälter wird“, so Muth, „irgendwas müssen wir uns einfallen lassen.“ Ideen kamen einige, doch mit der Umsetzung muss geschaut werden, wie es klappt. Zum Beispiel können sich die Frauen des Vereins vorstellen, das Vordach zu verlängern, um mehr Schutz zu bieten. Robert Kleinmichel hatte die Idee, bei der Stadt nach einem vorhandenen Pavillon nachzufragen, welcher dann im Hof aufgestellt werden kann. Jörg Sauer sagte spontan zu, dass die SPD zwei Heizstrahler sponsern wird, damit es die Helfer etwas wärmer haben. Ansonsten möchte er auch mal schauen, wo und wie Unterstützung möglich ist.

Auch wenn der Verein derzeit gut mit Ehrenamtlern ausgestattet ist, suchen sie dennoch jüngere Helfer um die 60 Jahre. Die Arbeit ist anstrengend, Kisten müssen getragen und gehoben werden, Autos müssen eingeladen und ausgeladen werden. Da sind ein paar jüngere Helfer gerne gesehen. Jörg Sauer lobte das Engagement der Helfer und fügte hinzu, dass es schade ist, dass sie überhaupt gebraucht werden. Olschewski berichtete davon, dass die Bedürftigkeit zunimmt. Rund 100 Menschen nehmen das Angebot des Lädchens an. Vor allem zum Ende des Monats hin kommen mehr Menschen, insbesondere alleinerziehende Mütter. Und sie geht davon, dass die Zahlen noch steigen werden. Die SPD-Mitglieder bedankten sich bei dem Verein, dass sie die Bedingungen vor Ort gezeigt bekamen und sicherten ihre weitere Unterstützung zu.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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