Stadt Limburg – Blaue Funker stürmen das Rathaus

Teilen erwünscht

Am Rosenmontag stürmen in Limburg die Blauen Funker – diesmal das verwaiste Rathaus in der Innenstadt. Mehr dazu in der närrischen Meldung aus dem Rathaus. Helau!

Die Blauen Funker haben in Limburg nun das Sagen, am Rosenmontag gelang ihnen die Erstürmung des Rathauses in der Innenstadt. Erfolgreich nicht durch den Einsatz von Kanonen, sondern durch eine List.

Die Blauen Funker stürmten an Rosenmontag das Limburger Rathaus

Die vor allem männliche Verteidigungsbastion im Rathaus fiel, nachdem Funker-General Frank Kappes seine Amazonen mit der Eroberung beauftragt hatte. Und was den tapferen Offizieren und Soldaten der Blauen Funker zuvor nicht gelungen war, erledigten die Amazonen im Handumdrehn: Angreifen, Bürgermeister um den Finger wickeln, festnehmen und abführen.

Das mit dem weiblichen Einsatz hatte sich die Funker-Streitmacht allerdings zuvor bei den Verteidigern des Rathauses abgeschaut, denn Bürgermeister Dr. Marius Hahn, 1. Stadtrat Michael Stanke, Stadtverordnetenvorsteher Stefan Muth und einige weitere tapfere Streiter aus Magistrat und Ältestenrat sowie aus den Reihen des Rauchclubs ließen unter den Angreifern Weck, Worscht und Bier verteilen – von den Frauen im Rathaus. Unter diesen Abwehrverlockungen erlahmte der Sturmwille der Blauen Funker – bis sie halt selbst ihren Amazonen den Rathaussturm überließen.

Der gefesselte und mit einer schweren Eisenkugel versehene Bürgermeister Hahn, der zunächst noch stolz vom Rathausbalkon getönt hatte, „Wollt ihr uns erschrecken, müsst ihr erst mal die eignen Truppen wecken“, war gegenüber der Funker-Streitmacht in einer denkbar schlechten Verhandlungsposition und übergab daher das Rathaus nebst Schlüssel aus Gold. In dem Gebäude, von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt verlassen, richten die Funker nun eine Kadettenschule ein.

Ihr General Frank Kappes hatte ganz zu Beginn den Angriff und die damit verbundene Erstürmung mit einem unter Bürgermeister Josef Kohlmaier geschlossenen Vertrag legitimiert. Nach diesem Schriftstück geht das Rathaus automatisch in den Besitz der Blauen Funker über, sollte es verlassen werden. Und mit dem Umzug von großen Teilen der Verwaltung in das neue Stadthaus auf dem Campus sei dieser Fall jetzt eingetreten.

„Eins ist doch klar, wir werden siegen wie jedes Jahr“, hatte der General der Streitmacht selbstbewusst die Erstürmung angekündigt. Und hoch über der Streitmacht umgeben von sicheren Mauern zeigte sich zu diesem Zeitpunkt der Bürgermeister als Chef der Verteidiger noch überaus zuversichtlich: „Wir sind gestärkt mit Mann und Maus, alle meine Verteidiger werden mich nicht rücken heraus.“ Am Ende triumphierten die Blauen Funker: „Wir haben noch keinen Kampf gegen Mucker und Spießer verloren“ und kündigten das Ende von Schlafkrankheit und Papierallergie im eroberten Rathaus an.


Teilen erwünscht

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.