Stefan Laux: „Ich möchte Verantwortung übernehmen“

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Mitte Februar wurde der Name das erste Mal in die Öffentlichkeit geworfen, dass Stefan Laux 2021 als Bürgermeister kandidiert. Seit gestern Abend herrscht Gewissheit und am heutigen Freitag stellte er sich in einem Pressegespräch mit seinen Plänen öffentlich vor.

Den einen Grund, das eine Ereignis, warum sich der Schulleiter der Friedrich-Dessauer-Schule zu diesem Schritt entschloss, gibt es nicht. Es sind verschiedene Gründe, die zu dieser Entscheidung führten. Und bereits beim Gespräch zeigte sich, dass er nicht nur reden will, sondern auch anpacken. Gemeinsam mit den Limburger Bürgern möchte er eine Vision für Limburg entwickeln. Dies ist jeden Samstag in der „machbar“ in der Barfüßerstraße 7, in der Altstadt möglich.

Bürgermeisterwahl Limburg Stefan Laux
Markante Sprüche in der „machbar“

Anpacken und Umsetzen

Auch wenn Stefan Laux schon immer konservativ und CDU-Wähler ist, trat er erst 2018 in die Partei ein. „Ich wollte ein Zeichen als Demokrat setzen und habe mich aus Überzeugung der CDU angeschlossen.“ Die allgemeine Stimmungslage gegen die etablierten Parteien ist ein Grund für ihn, sich mehr in der Politik engagieren zu wollen. Doch noch mehr möchte er sich einbringen und nicht nur kritisieren. Er sieht einen Trend dahingehend, dass viele kritisieren, teilweise auch unter der Gürtellinie, aber sich selbst nicht einbringen. „Wer nur kritisiert, sich aber selbst nicht engagiert, sollten den Mund halten“, so seine Meinung, „ich möchte nicht einer von denen sein. Ich möchte kritisieren, aber dann auch anpacken und etwas verändern.“
Ein dritter Grund, der ihn bewegt, ist die abnehmende Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren. An der Friedrich-Dessauer-Schule macht er mit den Schülern verschiedene ehrenamtliche Projekte und auch selbst bringt er sich ehrenamtlich ein. „Das Ehrenamt ist eine wesentliche Stütze unserer Gesellschaft“ und dafür möchte er sich einsetzen.

Seine Vita zeigt es sehr deutlich, dass er nie jemand war, der sich mit etwas zufrieden gab und sich ruhig zurücklehnte. Nach einem Studium des Bauingenieurwesens wollte er es nochmal wissen und seiner Liebe zum Handwerk nachgehen, so dass er eine Ausbildung als Tischler machte. Gerne wäre er in dem Beruf geblieben, aber da er ein „älterer Gesell mit eigenem Kopf“ war, verließ er den Handwerksbetrieb und wollte Berufsschullehrer werden. Schon immer arbeitete er gerne mit Kindern und Jugendlichen zusammen. Daher schloss er ein Lehramtsstudium für berufliche Schulen mit den Fächern Bau-/Holztechnik sowie katholische Religion an. 2007 begann er als Berufsschullehrer an der Friedrich-Dessauer-Schule. 2013/14 wurde er stellvertretender Schulleiter und ab 2014 ist er Schulleiter der Schule. Diesen Beruf liebt er und so war er doch am überlegen, ob er diese „große Liebe“ aufgeben soll. Am Ende viel ihm die Entscheidung jedoch recht leicht.

Ideen und Visionen

Laux macht sich Gedanken, wie seine Heimat in zehn oder 15 Jahren aussehen wird. Er habe Ideen und Visionen für die Stadt, zu der auch die Kinder und Jugendlichen gehören. „Ich arbeite weiter mit Kindern und Jugendlichen“, begründet Laux seine Entscheidung, „aber ich wechsel die Perspektive.“
Selbst bezeichnet er sich als Weltverbesserer, der viel Gutes tut. Dies sind nicht nur sein ehrenamtliches Engagement vor Ort wie der Vorsitz des Eisenbahner Sportverein „Blau-Weiß Limburg“ oder Vorsitzender beim Förderverein „Ausbildung Limburg-Weilburg“ . Dies sind auch Projekte weltweit wie der Schulbau in Ghana oder der Umbau eines Kinderheims in Tschernobyl. Und mit dieser Einstellung blickt er auch auf seine Heimatstadt Limburg und ist überzeugt davon, dass er es besser kann als wie es derzeit läuft.

Dem verheirateten Familienvater mit drei Kindern fehlt die Bereitschaft in Limburg, Dinge anzupacken und Entscheidungen zu treffen. „Ich bin gewillt, jeden Stein in Limburg anzuheben und drunter zu schauen, ob dieser richtig liegt“, so sein Vergleich, „manche Steine werden an die alte Stelle zurückgelegt, aber manche liegen besser, wenn sie umgedreht werden.“ Ideen hat er schon einige, doch er möchte als weißes, unbeschriebenes Blatt den Bürgern entgegentreten und mit ihnen gemeinsam Visionen für Limburg entwickeln.

Bürgermeisterwahl Limburg Stefan Laux
Stefan Laux, re, im Pressegespräch zur Vorstellung seiner Kandidatur

Einbeziehung der Bürger

Auch wenn er CDU-Mitglied ist, möchte er für alle Bürger wählbar sein und tritt daher parteilos an. Gute Ideen existieren überall und sind nicht abhängig von einem Parteibuch. Daher möchte er die Bürger von Anfang an mit einbeziehen und dafür gibt es die „machbar“, welche jeden Samstag von 9 bis 15 Uhr geöffnet ist. Damit hat er ein völlig neues Format für einen Wahlkampf geschaffen. „Ich möchte gemeinsam mit den Bürgern Ideen spinnen und Visionen entwickeln“, so seine Meinung. Er möchte den Menschen zuhören, erfahren, wo der Schuh drückt. In der „machbar“ können Gruppierungen zusammenkommen, um über ihre Wünsche und Bedürfnisse zu sprechen. „Ich möchte mit einem weißen Blatt Papier beginnen, welches sich nach und nach füllt“, so Laux, „ich möchte eine Vision entwickeln, um die Stadt in eine gute und goldene Zukunft zu führen.“

Bürgermeisterwahl Limburg Stefan Laux
Im Gespräch mit Stefan Laux am Rande seines Pressegespräches

Weitere Informationen zu Stefan Laux findet ihr auf seiner Homepage sowie auf Facebook.

Bereits gestern Abend gab die CDU Limburg ihre Unterstützung bekannt. Anbei ihre Pressemitteilung.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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