Steffen Droß – Waldbrunn hat Potential

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An der Ulmbachtalsperre bekommt Steffen Droß seinen Kopf frei. 20 Laufkilometer kommen da die Woche zusammen. Beim Weg um die die Talsperre herum skizziert Droß seine Ideen für Waldbrunn. Am 1. März stellt er sich zur Wahl des Bürgermeisters.

Er ist unabhängiger Kandidat und erhält Unterstützung von den Waldbrunner Parteien CDU, SPD und Bürgerliste. Als der Verwaltungsfachmann aus Mengerskirchen gefragt wurde, ob er sich vorstellen könne, als Bürgermeister zu kandidieren, erbat er sich ein Wochenende Bedenkzeit, bevor er seine Zusage gab. Inzwischen hat Steffen Droß alle Ortsteile besucht, war bei verschiedenen Veranstaltungen und kam mit den Bürgern ins Gespräch.

Vorhandene Wechselstimmung in Waldbrunn

„Eine Wechselstimmung ist da“, so seine Einschätzung. Er wohnt in Holzhausen, ein Ortsteil der Gemeinde Greifenstein und da wird er auch wohnen bleiben. Dass er nicht in Waldbrunn wohnt, sondern von außerhalb kommt, sieht er nicht als Nachteil. „Ich bin an keine Verbindung oder langjährige Beziehungen gebunden und kann somit jederzeit fair entscheiden“, so seine Meinung. Dies habe sich bereits in Mengerskirchen gezeigt, wo er seit über 20 Jahren in der Verwaltung des Marktflecken Mengerskirchen arbeitet. Zudem ist er kein ganz Unbekannter, denn durch seine sportliche Aktivität und Trainer im Sportverein Waldgirmes sowie viele gemeinsame Spiele, ist er zumindest den Waldbrunner Sportlern bekannt.

Bisher ist Droß in seiner Heimatgemeinde in der Kommunalpolitik tätig sowie im Kreistag vom benachbarten Lahn-Dill-Kreis. In seiner Heimatgemeinde wird er die ehrenamtliche Kommunalpolitik beenden, aber er möchte weiterhin Teil des Kreistages bleiben, allein auch wegen dem guten Netzwerk. Ein solches Netzwerk ist wichtig, um sich zu informieren und die Gemeinde voranzubringen, zum Beispiel wenn es um Fördergelder geht und wie diese zu beantragen sind. So könne er sich sehr gut vorstellen, innerhalb der Verwaltung einem Mitarbeiter das Thema Fördergelder als Teilaufgabe zuzuweisen, der sich immer auf den neusten Stand bringen soll und diese dann auch für die Gemeinde beantragen soll.

Potential in der Gemeinde Waldbrunn

Waldbrunn besitzt eine wunderschöne Lage in der Natur, in einer halben Stunde ist jeder auf der Autobahn. Auch die Infrastruktur in Fussingen ist sehr gut. Sehr positiv ist es ebenfalls, dass alle Ortsteile nahe beieinander liegen und es daher kurze Wege gibt. Er lobte die Freiwillige Feuerwehr und das gute Miteinander zwischen den einzelnen Ortsteilwehren. „Wenn zwei Wehren fusionieren wollen, dann müssen wir als Verwaltung ihnen entgegenkommen und mit ihnen gemeinsam an einer Lösung arbeiten“, so seine Meinung zu den Wehren.

Und obwohl es Dinge gibt, welche lobenswert sind, sieht Droß einigen Nachholbedarf, um den Standort vor allem auch für das Gewerbe voranzubringen. Doch dafür müssen einige Klinken geputzt werden. „Ich möchte ein fairer Partner für das Gewerbe sein“, so Droß.
Doch dies ist nur eins der Ziele, falls er gewählt wird. Als erstes ist eine Bestandaufnahme wichtig von der Gemeinde, den Teams und den Strukturen. Als nächstes würde er Struktur hineinbringen sowie kurzfristige, mittelfristige und langfristige Ziele definieren, welche dann nach und nach angegangen werden.
Ein wichtiger Baustein und die erste Baustelle, welche er angehen möchte, ist die EDV. In seinen Augen ist dies die Basis einer modernen Verwaltung. Dazu gehören eine gut strukturierte Homepage als Aushängeschild für die Gemeinde. Dazu zählt aber auch ein Amts-, Rats- und Bürgerinformationssystem. Transparenz in allen Belangen ist ihm sehr wichtig.

Für ein gutes politisches Klima

Die Ortsbeiräte möchte er mit einbeziehen und stärken, dass sie die Situationen vor Ort am besten kennen. Sie sind ein wichtiges, politisches Fundament, die respektiert und angehört werden sollen. Zudem hofft er, dass er das gute Miteinander der Parteien hinter seiner Kandidatur mitnehmen kann, falls er als Bürgermeister gewählt wird. Gemeinsame Gespräche zeigen bereits jetzt ein aufeinander zugehen. Aber natürlich darf es auch unterschiedliche Meinungen geben und dann plädiert er für eine saubere Diskussionskultur, an dem am Ende alle Meinungen auf den Tisch liegen und Mehrheiten für ein Ergebnis gefunden werden.
Ein weiteres Thema in Waldbrunn ist die Windkraft. Seit Jahren setzt sich die IG Gegenwind dafür ein, dass in den Hauser Wald keine Windkraftanlagen kommen. Steffen Droß wird die Mehrheit und die Entscheidung der Waldbrunner Bürger respektieren. Wichtig ist ihm, dass die Waldbrunner Bürger mit entscheiden können, wie es weitergeht.

Einiges hat Droß vor und er gibt zu, dass er manchmal auch etwas zu ungeduldig ist, wenn etwas nicht voran geht. Dies sei auch seine größte Schwäche. Wenn dann aber etwas läuft, sei er wiederum sehr gelassen. In Waldbrunn gibt es viele Aufgaben, doch Steffen Droß sieht auch eine Riesenchance für die Gemeinde im Westerwald.

Mehr zu Steffen Droß und seinem Wahlprogramm erfahrt ihr auf seiner Seite.

Mehr zu den Bürgermeisterkandidaten erfahrt ihr hier.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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