Tachmina Bekeeva: „Ich bin gierig auf Musik“

Am Samstag, 18.August findet in Kirberg das „Countryfestival auf der Burg“ statt. Die sechsköpfige Countryband Johnson`s Country Rock unterhält mit Hits von Truck Stop, Johnny Cash oder Dolly Parton. Als Special Guest haben sie Tachmina Bekeeva mit dabei. Mit ihr sprach ich über ihre Liebe zur Musik und wie sie dazu kam.

Bereits seit ihrem fünften gehört die Musik zu Tachmina Bekeevas Leben. Die aus Kirgisistan stammende Sängerin studierte Konzertpianistin. „Ich wollte nicht nur alleine Musik machen, sondern die Welt entdecken“, so Bekeeva. Mit 18 fing sie an zu singen, mit 19 Jahren hatte sie ihre erste Band. Statt als Konzertpianistin zu arbeiten, begann sie bei Hoch und Tief in Kirgisistan, wo sie vier Jahre als Assistentin der Geschäftsführung arbeitete. Durch diesen Job kam sie 2001 nach Deutschland und landete zuerst in Essen. „Ich musste erstmal Fuß fassen, die Sprache lernen und machte viele interessante Jobs“, so die in Frickhofen wohnende Sängerin, „aber die Musik hat mich immer begleitet.“

Durchbruch in Frickhofen

2011 gab sie ihr Stadtleben auf und zog nach Frickhofen. Dort lernte sie die Musiker von „Get Rhythm“ kennen und sie gründeten die erste Band, mit der sie bis heute unterwegs ist. Die Musiker covern bekannte Hits und geben diesen einen eigenen Touch. Tachmina Bekeeva steht dabei am Piano. Dadurch hat sie viele Musiker kennengelernt und sie hat Lust auf mehr. „Schritt für Schritt kam ich durch die Kontakte zu verschiedenen Musikprojekten“, erzählt sie, „die Musik ist mein treuer Begleiter, der mich nie verlässt.“ Zum einen findet sie dort Halt, wenn sie mal traurig ist. Zum anderen hat sie mit der Musik die Möglichkeit, allen ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Dabei möchte sie nicht nur im stillen Kämmerlein Musik machen, sondern auf der Bühne stehen.

Tachmina Bekeeva möchte sich nicht auf einen Musikstil festlegen. „Ich kann mich nicht nur auf eine Sache konzentrieren, sondern brauche die Vielfalt.“ Und so singt sie Rock, Blues, Funk und Deutsch. Doch besonders schlägt ihr Herz für Country. „Ich möchte die Musik nicht neu erfinden, aber so gestalten, dass sie als etwas Neues ankommt“, so die Sängerin, „dabei geht es nicht nur um die Technik, sondern auch um das Gefühl.“ Weil sie sich weiterbilden möchte, hat sie begonnen, Gesangsunterricht zu nehmen. Sie wollte mehr zur Auslegung der Noten lernen. Ihr musikalisches Vorbild ist Tina Turner und so interpretiert sie auch total gerne Songs von ihr. „Die Menschen sollen den Song erkennen, aber vom neuen Mantel überrascht werden.“

Gierig auf Musik

Wünsche hat sie nicht viele. „Ich bin gierig auf Musik und möchte alles in mich aufsaugen.“ Auch wenn sie auftreten möchte, geht es ihr nicht um den Erfolg und Geld. Aber sie könnte sich vorstellen, die Musik beruflich zu machen. Sie ist selbst positiv überrascht, wie sich ihr musikalisches Leben hier in Deutschland entwickelt hat. Sie ist froh, dass sie zu vielen Projekten eingeladen wird, aber sie hat den großen Wunsch, etwas eigenes aufzubauen. Was sie bisher noch nie ausprobiert hat, ist Schlager, doch „da habe ich noch nicht den richtigen Partner gefunden.“
Jetzt freut sie sich erstmal auf Kirberg und ist gespannt, wie sie beim Publikum ankommt.

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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