Unbefristete Streik der Busfahrer geht weiter

Teilen erwünscht

Auch übers Wochenende und zu Beginn der neuen Woche geht nach derzeitigem Stand der unbefristete Streik der Busfahrer weiter. Bisher gab es kein neues Angebot der Arbeitgeberseite.

UPDATE 27.November: Laut Hessenschau wird der Streik bis Sonntag fortgesetzt. Danach geht es in die Schlichtung. In der Zeit der Schlichtung nehmen die Busfahrer ihre Arbeit wieder auf. (Quelle Hessenschau)

Seit Dienstag früh streiken hessenweit 3180 Busfahrer für mehr Lohn, mehr Urlaub und eine neue Pausenregelung. Auch im Landkreis streiken 40 Busfahrer des Unternehmens Medenbach. Am Freitag, 22. November gab es eine Kundgebung in Limburg. Dort kam ich mit den Busfahrern ins Gespräch. Was sie zu dem Streik sagen, stand am Samstag in der NNP.

Betroffen vom Streik sind auch weiterhin laut RMV folgend Linien: LM 11 (Limburg-Hadamar-Hundsangen), LM 12 (Limburg-Fussingen-Mengerskirchen), LM 13 (Limburg-Fussingen), LM 14 (Lahr-Steinbach-Hadamar-Elz), LM 33(Limburg-Hünfelden-Kirberg), LM 59 (Limburg-Eschhofen-Runkel-Seelbach), LM 281 (Limburg-Hadamar-Salz-Wilsenroth), LM 282 (Limburg-Niederbrechen-Villmar-Weilburg), LM 283 (Limburg-Niederselters-Bad Camberg) und LM 285 (Limburg-Niederselters-Bad Camberg). Auch Schwimmbadfahrten und Schülerverkehre finden nach RMV-Angaben nicht statt. Ebenfalls von dem Streik betroffen seien die Stadtbuslinien 31 und 32 in Bad Camberg. Ausfälle gibt es außerdem den Kreis Limburg-Weilburg betreffend auch auf Buslinien, die von Bad Camberg aus in den Rheingau-Taunus-Kreis verkehren.

Ver.di äußert sich zufrieden

Nach den ersten drei Streiktagen zieht ver.di eine positive Bilanz. ver.di Gewerkschaftssekretär und Streikleiter Jochen Koppel äußerte sich wie folgt: „Die Stimmung ist ungebrochen. Die zusätzlich aufgerufenen Betriebe haben sich voll beteiligt. So sind die Hälfte der Darmstädter Straßenbahnen aus Solidarität am Donnerstag im Depot geblieben. Wir haben uns beteiligungsmäßig leicht gesteigert.“
Koppel hat seit Streikbeginn über 2.800 Kilometer mit dem Auto zurückgelegt, um zu den Busfahrern und Busfahrerinnen, welche streiken, zu sprechen. Heute morgen war er in Limburg und sicherte den Streikenden die volle Unterstützung zu und das Versprechen: „Wir mach weiter!“

Die ver.di fordert die Erhöhung des Grundgehalts von jetzt 13,50 Euro auf 16,60 Euro die Stunde. Der Urlaub soll auf 30 Tage innerhalb der geforderten 5-Tage-Woche erhöht werden (derzeit sind es 25 Tage). ver.di-Mitglieder sollen zwei zusätzliche Urlaubstage erhalten. Außerdem fordert ver.di, fahrplanbedingte Pausen/Wendezeiten komplett zu vergüten.
Der Landesverband hessischer Omnibusunternehmer hatte zuletzt eine Erhöhung in vier Schritten auf 15,60 Euro in vier Jahren als nachgebessertes Angebot vorgelegt. Über Arbeitsbedingungen wollte der Arbeitgeberverband gar nicht sprechen.


Teilen erwünscht

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.