Vernetzung und Austausch beim 1.Barcamp

Sich mit Menschen austauschen, sich von neuen Themen überraschen lassen oder sich mit anderen vernetzen – dies ist alles beim ersten Barcamp in Limburg möglich.

Doch was ist ein Barcamp, wird sich so mancher fragen. Unkonferenz? Den Organisatoren Florian Brandhoff, Diana Jordan und Manuela Seubert ist bewusst, dass dieses Format „sehr erklärungswürdig ist“. Dennoch möchten sie das Format gerne in Limburg etablieren und freuen sich auf viele Teilnehmer.

Erstes Barcamp in Limburg

Noch ist ein wenig hin, bis die Türen zum ersten themenoffenen Barcamp in Limburg öffnen. Am 16. Juli findet dies an der Friedrich-Dessauer-Schule statt, denn dort vor Ort stimme die Infrastruktur. Dennoch müssen die Organisatoren noch ein wenig für dieses Format trommeln, da die Resonanz bisher noch etwas gering ist. Aber dies hält die drei von ihrem Plan nicht ab. Stattfinden werde das Barcamp auf alle Fälle. Zwei Jahre haben sie darauf gewartet, dieses durchzuführen und da lassen sie sich jetzt nicht aufhalten.

Aktive Barcamper sind die drei schon lange. Bei einem gemeinsamen Twabendessen, ein Abendessen, welches über Twitter organisiert wird, im Jahr 2019 entstand die Idee, auch in der Region ein solches Format umzusetzen. Daraufhin sind sie zum Rhein-Main-Barcamp gefahren, haben sich auf die Organisationsstrukturen konzentriert und sind Mitglied geworden. Sie arbeiten auch in Limburg mit dem Verein zur Förderung der Netzkultur im Rhein-Main-Gebiet zusammen.

Wer erfahren möchte, wie Manuela Seubert vom Barcamp-Virus erfasst wurde, findet hier einen guten Beitrag: “Infiziert vom Barcamp-Virus”

Vernetzung auf Augenhöhe

Ein Barcamp ist Vernetzung auf Augenhöhe, eine andere Diskussions- und Debattenkultur. Ein Barcamp bringt Schwung, Ideen und Zukunftsmusik. Dort gibt es nicht Redner und Zuhörer. Dort gibt es Teilnehmer und jeder kann sich beteiligen. Die Teilnehmer können einen eigenen Vortrag mitbringen, der zum Diskutieren einlädt. Sie können mit einer Frage zum Barcamp kommen und Lösungen mit den anderen Teilnehmern finden. Jeder kann sich beteiligen, niemand muss. Und Diana Jordan fasst es kurz und knapp zusammen: „Man geht nie dümmer nach Hause.“

Ihnen ist bewusst, dass es eine Hürde ist, zu einer Veranstaltung zu gehen, ohne zu wissen, was einen erwartet. Doch aus ihren Erfahrungen wissen sie, dass es immer Themen gibt, die einen interessieren. Das können Themen aus dem eigenen Berufsleben sein wie zum Beispiel das perfekte Bewerbungsschreiben. Dies können aber auch alltägliche Themen sein, wie das richtige Longboard oder Tourismusthemen wie die digitale Planung einer Reise. Den Themen sind absolut keine Grenzen gesetzt. Und das ist das, was die Organisatoren so fasziniert an diesem Format. „Jeder kann sich einbringe, alle Meinungen werden gehört“, so Manuela Seubert.

Ablauf des Barcamps

Um weitere Teilnehmer zu gewinnen, geben sie nochmal einen Überblick über den Ablauf eines solchen Barcamps. Zu Beginn gibt es ein Frühstück, wo die ersten Gespräche stattfinden. Dann findet die Begrüßung, Einführung sowie Sessionplanung statt. Jeder darf dann sein Thema, seine Frage oder seine Idee vorstellen und es findet eine erste Abfrage statt, ob Interesse an diesen Themen besteht.

Um 11 Uhr geht es los mit den ersten Sessions. Diese dauern eine Stunde an. Zwei bist drei Sessions können parallel laufen, vier Slots sind in Limburg geplant. Die Organisatoren gehen davon aus, dass das erste Barcamp eher familiär wird. Aber irgendwann muss mal ein Anfang gemacht werden, um überhaupt ein Format bekannt zu machen. Am Ende des Tages gibt es eine Abschlussrunde mit der Möglichkeit, Feedback zur Veranstaltung zu geben. Bereits jetzt kamen einige Session Vorschläge zusammen, so dass sich die Teilnehmer orientieren können. Dies bedeutet jedoch nicht, dass diese Session auch stattfinden wird.

„Für mich sind Barcamps mega spannend und ich kann gar nicht verstehen, dass man da noch zögern muss“, so Diana Jordan. Es sei ein super Format für alles mögliche. Ein ganzer Tag mit guter Verpflegung für nicht mal 10 Euro. Dies sei auch durch die Sponsoren Albert Weil Ag, Strecker sowie die Volksbank Rhein-Lahn-Limburg möglich. Jetzt hoffen die Organisatoren, dass die Neugierde bei einigen geweckt ist und sich weitere Teilnehmer anmelden. Und dann freuen sie sich am 16. Juli auf eine Begegnung auf Augenhöhe.

Tickets gibt es auf der Homepage des Barcamps

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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