Vier neue Azubis beim DRK

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Am 1. September begannen vier junge Menschen ihre dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter beim DRK Kreisverband Limburg.

Seit 2014 ist mit dem Notfallsanitätergesetz NotSanG die Ausbildung gesetzlich verankert und seit dieser Zeit bildet der DRK Kreisverband jedes Jahr vier junge Menschen aus. Mit diesem Gesetz wurde zum ersten Mal das Berufsbild Notfallsanitäter im Rettungsdienst definiert. Dies war unter anderem mit den wachsenden Herausforderungen im Rettungsdienst geschuldet, erzählt die Praxisanleiterin Astrid Künzler, welche mit ihren Kollegen vor Ort die Ausbildung betreut. „Der Azubi soll dazu qualifiziert werden, in Notfallsituationen eigenständig zu handeln und wesentlich weitergehende Aufgaben zu erfüllen, als es dem Rettungsassistenten bis dahin möglich war“, so Künzler weiter. Seit 20 Jahren bildet Künzler aus und sie freut sich jedes Jahr auf die neuen Azubis, denen sie ihr Wissen und die Freude an der Arbeit mit Menschen weitergeben kann.

Theoretischer und praktischer Unterricht

Sie gibt einen kleinen Einblick in die Ausbildung. Auf die Azubis warten 1920 Stunden theoretischer Unterricht am Bildungszentrum in Wetzlar, 1960 Stunden praktische Ausbildung an der Lehrrettungswache in Limburg sowie 720 Stunden praktische Ausbildung in der Klinik. Wer sich als Azubi bewirbt, sollte mindestens einen Realschulabschluss haben oder einen Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung. Die gesundheitliche Eignung muss vorhanden sein, sowie ein eintragsfreies, polizeiliches Führungszeugnis. Auch sehr gute Kenntnisse in der deutschen Sprache in Wort und Schrift müssen vorhanden sein.

In den nächsten drei Jahren steht für Rene Trost, Daven Martin, Jesse Kessens und Mohammad Farhan Alabd Dinge wie die Durchführung eines qualifizierten Krankentransportes, die Infrastruktur der verschiedenen Einrichtungen, aber auch die Kommunikation mit den Patienten auf dem Lehrplan. Im zweiten Lehrjahr geht es weiter mit dem Erwerb von Kenntnissen und Fertigkeiten in der Notfallmedizin.

100.000 Euro für die Ausbildung

Der DRK Kreisverband investiert einiges in die Ausbildung, wie Sebastian Schneider, Leiter vom Rettungsdienst aufzeigt. Rund 100.000 Euro kostet die Ausbildung und das Gehalt eines Notfallsanitäters in den drei Jahren. Zudem finanziert der DRK Kreisverband den Führerschein Klasse C1, den jeder Azubi zum zweiten Lehrjahr vorlegen muss.
In diesem Jahr kommt noch hinzu, dass 20.000 Euro in neue Räumlichkeiten sowie Materialien investiert wurden. „Unser Instagram-Account ist viral gegangen und wir haben viele Leute erreicht“, erklärt Schneider, „das hat uns unter Druck gesetzt, dass wir auch etwas anbieten wollen.“ Künzler ergänzt, dass sich der DRK Kreisverband „schmackhaft“ gemacht hat und auf die Leute zugegangen ist. Beide loben das gute Miteinander im gesamten Kreisverband, indem die neuen Azubis schnell integriert werden. Wie ein roter Faden zieht sich das gute Miteinander durch alle Bereiche.

Natürlich ist die Ausbildung derzeit auch durch Corona geprägt. Es findet an der Schule nur eingeschränkter Präsenzunterricht statt. Es wird viel Online und über Hausarbeiten erarbeitet. „Die Arbeit hier vor Ort hat zugenommen, weil wir vermehrt das theoretische Wissen nacharbeiten und abfragen“, so Künzler. Hinzu kommt auch, dass sie schauen müssen, wie die sich geänderten Vorgaben umsetzen lassen. Dies ist für alle Beteiligten eine große Herausforderung.

Bis zum 17. Oktober können sich junge Menschen für das Ausbildungsjahr 2021 bewerben. Mehr Informationen unter auf der Internetseite vom DRK Kreisverband.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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