Weitere positive Entwicklungen in den Elzer Gärten

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Mit der abgeschlossenen Renaturierung des Erbach in den Elzer Gärten entstand dort ein schönes Stück Natur. Die CDU Elz stellte nun einen Antrag, um die Elzer Gärten weiterhin positiv zu entwickeln. 

Die gelungene Renaturierung des Erbaches lockt die Besucher in die Elzer Gärten unten bei der Reithalle. Diese positiv entwickelte Stelle würde auf die gesamte Umgebung ausstrahlen, so CDU-Fraktionsvorsitzender Bastian Hoffmann. Daher sollte daran angeknüpft werden, um den gesamten Bereich der Elzer Gärten aufzuwerten.

Gärten Elz Renaturierung
Gelungene Renaturierung des Erbachs

Für eine Aufwertung des Gebietes schlägt die CDU Elz das Aufstellen von Sitzbänken vor. Die einzelnen Gartenparzellen könnten Hausnummern erhalten und um den renaturierten Bereich könnten Infotafeln über das Projekt informieren. Zudem schlägt die Fraktion vor, dass die Gemeinde ungenutzte Gartenflächen aufkauft, um diese für die Allgemeinheit als Park- und Erholungsfläche weiter zu entwickeln. „Der CDU Vorstand sowie die Junge Union Elz hat sich bereit erklärt, diese Vorhaben zu unterstützen“, so Hoffmann. Zudem lobte er das bürgerliche Engagement eines Bürgers, der sch mit Ideen und Gedanken einbringt.

Ideen schon einmal gedacht

Frank Zei von der SPD begrüßt die Vorschläge, doch es wunderte ihn schon, dass die CDU jetzt mit Vorschlägen kommt, welche die SPD in der Vergangenheit schon einmal gedacht hatte. So stellte die SPD im Juni 2010 den Antrag, einen Nutzungskataster für die Gärten anzulegen, doch dies wurde abgelehnt, weil es zu viel Aufwand sei. Aus November 2011 gebe es einen abgelehnten Antrag, 55.000 Euro in den Haushalt einzustellen, um nicht genutzte Gartengrundstücke aufzukaufen.

Hoffmann entgegnete darauf, dass sie alle in die gleiche Richtung denken würden. Parzellennummern seien einfacher zu realisieren als ein Kataster aufzustellen. Dem stimmte der Bürgermeister Horst Kaiser zu. Zudem gebe es für alle Grundstücke in Elz ein Kataster. Zum Teil ist es in den Gärten schwierig, einzelne Grundstücke zu identifizieren und diese einzumessen sei zu teuer. Auch der Wunsch der SPD, dass die Gemeinde als Vermittler auftritt, ist hinfällig, da die Gemeinde bereits jetzt als Vermittler zwischen Eigentümer und Interessenten auftritt. Aber es sei alles nicht so einfach. „Manche wissen nicht, dass sie einen Garten dort unten haben. Andere können gar nicht sagen, wer ihren Garten gerade bewirtschaftet“, so Kaiser abschließend. Der CDU-Antrag zur positiven Entwicklung der Elzer Gärten wurde einstimmig angenommen.

Lesenswert auch der Beitrag aus der Gemeindevertretung „Keine Kindergartengebühren in Elz für April und Mai“ – ebenfalls mit Einblick in die bisherigen ungeplanten Ausgaben durch die Corona-Krise

Wünsche der Gartenbesitzer

Bei den Gartenbesitzern hat sich eine Interessengruppe zusammengetan, die ihre Wünsche formuliert. Ihr Wunsch ist es, dass die verwahrlosten Gärten wegkommen, so Winfried Weimer, der seit drei Jahren einen Garten bewirtschaftet. Er würde sich wünschen, dass die Gemeinde da stärker durchgreift. Weimer findet es zudem schade, dass die Gärtner überall Sichtschutz anbringen. Er könne sich vorstellen, eine Interessengemeinschaft „Blickpunkt Gärten“ zu gründen und dann Blickpunkte in den Gärten zu schaffen. Diese liegen mitten auf der Radroute von Hadamar nach Limburg und die Radfahrer würden sich schöne Gärten bestimmt anschauen. Die Tage seien Besucher auf den Wegen unterwegs gewesen auf der Suche nach bestimmten Vögeln. Weimer würde sich auch eine Hundebeutelstation wünschen, denn leider machen diese noch immer überall hin und die Hundehalter würden die Haufen nicht beseitigen. Weiterhin stört es, wenn die Gartenbesitzer ihren Hausmüll ablagern.

Garten Elz
Gegen verwilderte Gärten sollte die Gemeinde etwas unternehmen.

Ein weiterer Wunsch wäre eine Information durch die Gemeinde, wie es mit dem Parken in den Gärten ist. „Was ist erlaubt und was nicht?“, so Weimer. Am Wochenende alleine standen rund 80 PKWs auf den ganzen Wegen. „Dürfen die das?“
Ein weiteres Thema ist die Tierhaltung. In der Tierhaltung selbst sieht er kein Problem, aber teilweise in der Reinhaltung. Wenn die Tiergehege nicht sauber sind und Futter herum liegt, dann zieht dies Ratten an, so seine Meinung. Er stellte sich auch die Frage, ob die Tierhaltung bei der Gemeinde angemeldet werden muss.

Markus Schmidt, Leiter des Ordnungsamtes in Elz, kann dazu Auskunft geben. „Grundsätzlich ist die Kleintierhaltung in den Elzer Gärten erlaubt. Einer besonderen Genehmigung bedarf es dafür nicht. Kleintierhaltung heißt Tiere bis zur Größe von Ziegen und Schafen ist erlaubt, größere Tiere ab Rinder- und Pferdehaltung ist dort nicht erlaubt“, so seine Auskunft auf die Frage.
Doch trotz all der Wünsche, die die Gartenbesitzer haben, lobt Winfried Weimer die Gemeinschaft und das Miteinander in den Elzer Gärten.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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