Wetterrückblick Juli – Fünftwärmste Juli seit Aufzeichnung des Wetters

Der Juli war geprägt durch sehr viel Sonnenschein, warme Temperaturen und kaum Regen. So langsam kommen alle an ihre Grenzen und durch die Trockenheit besteht eine hohe Brandgefahr.

Es ist der fünftwärmste Juli seit Aufzeichnungen der Wetterwerte. Wie auch in den Vormonaten dominiert der Hochdruckeinfluss über Deutschland. Mit rund 20,2 Grad Celsius lag der Juli 3,3 Grad über dem durchschnittlichen Mittel von den Jahren 1961 bis 1990. Zur Vergleichsperiode von 1981 bis 2010 lagen die Temperaturen 2,2 Grad drüber. Im Durchschnitt gab es 40 Liter pro Quadratmeter Niederschläge, was 52 Prozent vom Soll entspricht. In Hessen lagen die Niederschlagsmengen mit 30 Liter/m² noch unter dem Durchschnittswert. Mit 305 Sonnenstunden lag der Juli weit überm Soll von 212 Stunden. Es ist der zweitsonnenreichste Juli seit Aufzeichnungen ab 1951. (Quelle Deutsche Wetterdienst)

Start mit Unwetter am 5.Juli

Am 5. Juli gab es im Landkreis ein Starkregenereignis, welches besonders Villmar-Aumenau traf, aber auch Weilmünster. In Weilmünster führte das Unwetter mit anschließenden Schlamm- und Geröllmassen zu einer Überflutung des Schwimmbades und der Zerstörung der Technik, so dass dieses für die restliche Saison geschlossen bleibt. Das Schwimmbad in Wolfenhausen war auch betroffen, konnte jedoch wieder geöffnet werden. In Aumenau sorgte das Unwetter für gesperrte Straßen und Bahnschienen, zerstörte die Existenz eines Gastwirtes und insgesamt beziffert sich der Schaden auf 50.000 Euro in dem Ort. An den Wochenende vom 21./22. Juli sowie 28./29. Juli gab es Regen sowie vereinzelte Tropfen über den Monat verteilt. Dennoch leidet der Landkreis insgesamt unter der Dürre und die Landwirte haben Ertragseinbußen.

Einen Rückblick auf diesen Sommer der Extreme hat der Deutsche Wetterdienst zusammengefasst.

Daten aus der Region

Die Temperatur in Elbtal lag mit durchschnittlich 23,2 Grad Celsius noch über dem Deutschland-Mittel. Der Tageshöchstwert betrug 41 Grad, der niedrigste gemessene Wert 12 Grad. Im letzten Jahr war der Juli etwas kühler mit durchschnittlich 19,7 Grad. Der wärmste Wert wurde mit 33 Grad gemessen und der kälteste mit 9 Grad. (Quelle Sebastian Zeiler – Elbtal.net)

Niederschlagswerte

Quelle Wetterkontor/ Wetter.de

Diez: 59,3 Liter/m²

Waldbrunn: 16,1 Liter/m²

Runkel: 33,7 Liter/m²

Weilmünster: 44,8 Liter/m²
In Weilmünster fielen alleine am 5. Juli 29,8 Liter/m² (am Tag des Unwetters), so dass hier mehr Regen als im bundesweiten Durchschnitt fielen. Bereits diese wenigen Daten zeigen, wie unterschiedlich es sich mit den Niederschlägen in der Region verhält und wie unterschiedlich viel Niederschlag einzelne Orte abbekommen.

Erhöhter Gefahrenindex

Aufgrund der trockenen Witterung besteht erhöhte Wald- und Flächenbrandgefahr. Der Gefahrenindex hat sich zum Vormonat nochmal erhöht und liegt bei 4 und 5 von 5. (Quelle DWD). Daher sollten einige Dinge beachtet werden:

  • Kein offenes Feuer auf Wiesen oder im Wald
  • Grillen auf öffentlichen Plätzen ist inzwischen vielerorts untersagt
  • Keine brennenden oder glimmenden Gegenstände (z.B. Zigaretten) wegwerfen
  • Keinen Müll, Gläser oder Folien liegen lassen, sondern in dafür vorgesehene Behälter entsorgen
  • kein Abstellen von Kraftfahrzeugen im Wald oder auf Wiesen – heiße Teile können zu Entzündungen führen

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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