Wie geht es weiter mit dem Schützenverein Limburg?

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Nach Felsstürzen ist das Außengelände des Schützenvereins Limburg seit 2018 nicht mehr  nutzbar. Der Vereinsbetrieb ist dadurch stark eingeschränkt.  Landtagsabgeordnete Marion Schardt-Sauer (FDP) machte sich ein Bild vor Ort. 

Der Verein hängt in der Schwebe, unsicher, wie es weitergeht, was die Zukunft bringt. Die Anlage des Schützenvereins im Eduard-Horn-Park ist seit zwei Jahren nicht mehr komplett nutzbar. Um die Sicherheit der Mitglieder und Besucher zu gewährleisten, fand seit zwei Jahren kein Ostereierschießen statt. Dies ist nicht nur ein finanzieller Verlust für den Verein. Es handelte sich um ein Schießen für die Lebenshilfe, welche dadurch auch auf diese Spenden verzichten muss. Zwar fanden im letzten Jahr Gespräche mit der Stadt statt. Aber irgendwie scheint nichts zu passieren. Im Februar sollen weitere Gespräche stattfinden.

Vorschläge von der Stadt

In einer Pressemitteilung im Juni 2019 schlägt die Stadt verschiedene Lösungen vor. Damals äußerte sich Bürgermeister Marius Hahn dahingehend, dass der Magistrat die Lösung favorisiert, dass der Verein am Standort bleibt und die 10-Meter- sowie 25-Meter-Bahn nutzen kann, die 50-Meter-Bahn jedoch nicht mehr. Dafür müssten neben den 90.000 Euro, welche bisher für die Felssicherung investiert werden, weitere 150.000 Euro für die Umgestaltung und für Sicherheitsmaßnahmen investiert werden. Eine Felssicherung, welche die Nutzung der 50-Meter-Bahn ermöglicht, sei zu aufwendig und mit 613.000 Euro deutlich teurer. Deutlich günstiger käme da ein Neubar, welcher mit 500.000 Euro ebenfalls denkbar wäre, aber nicht an dem Standort. In Frage käme eine Fläche in Staffel.

Auswirkungen auf den Verein

Der Schützenverein möchte gerne am Standort bleiben mit einer 50-Meter-Bahn. Der Verein habe gar nicht die Mittel, die aufzubringen wären, um einen Neubau zu realisieren. Neben dem fehlenden Ostereierschießen leidet das Vereinsleben sehr stark unter der aktuellen Situation. Denn neben der Schießbahn ist auch das Außengelände nicht nutzbar.

Zum traditionellen Silvesterschießen war die heimische Landtagsabgeordnete Marion Schardt-Sauer (FDP) zu Gast. Austausch und Information stand im Mittelpunkt des Besuchs. Schardt-Sauer nutzte die Gelegenheit  um sich im Gespräch und vor Ort ein Bild von der aktuellen Situation auf dem Vereinsgelände zu machen sowie den Einschränkungen, welche sich daraus ergeben. Sie konnte sich direkt einen Blick verschaffen, wie der abrutschende Fels auf dem Gelände  die Nutzung des Außengeländes einschränkt. Dadurch ist die Sicherheit gefährdet. Das alles macht sich im Vereinsleben bemerkbar.
Aktuell werden Handlungsvarianten seitens der Stadt, die Eigentümerin des Geländes ist, geprüft. Hierzu gab es auf Initiative der FDP-Fraktion Limburg einen Bericht im Haushaltsausschuss. Mitte Februar ist eine weitere Berichterstattung seitens des Magistrats im Ausschuss zugesagt. Schardt-Sauer bedankte sich beim  Vorsitzenden Andreas Göbel für den engagierten Einsatz trotz der Belastungen und sagte dem Verein weiterhin die Unterstützung zu. „Dieser Traditionsverein, der sich über viele Jahre engagiert für die Lebenshilfe eingesetzt hat, muss in seinem Bemühen um eine zukunftsfähige Lösung breite Unterstützung finden“, so Schardt-Sauer.

Schützenverein Limburg
Marion Schardt-Sauer (6.v.l.) beschäftigte sich mit der Situation des Schützenvereins Limburg.

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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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