Wie kann die neue Mitte aussehen? – Bürger können sich ein Bild machen

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Im Oktober waren rund 90 Studenten der TU Darmstadt in Elz und nahmen fünf Bereiche unter die Lupe. Ihre Ergebnisse und Ideen für eine Weiterentwicklung stellen sie am Wochenende vor. Und die Bürger dürfen sagen, was ihnen am besten gefällt.

Rund um das ehemalige Hotel Schäfer soll die neue Mitte von Elz entstehen. Neben dem Hotelgebäude kaufte die Gemeinde auch den ehemaligen „Blechkopp“ in der Weberstraße sowie die ehemalige Drogerie Schollmayer, um die Entwicklung dieser Flächen in der Hand behalten zu können. Es handelt sich hierbei insgesamt um ein Areal von 2400 Quadratmetern. Am Wochenende werden nun Ideen vorgestellt und die Bürger gefragt, welche Ideen ihnen gefallen.

Fünf Bereiche in Elz

Die Studenten der TU Darmstadt des Fachbereichs Architektur warfen in einem Studienprojekt zur städtebaulichen Entwicklung an zwei Tagen einen sehr genauen Blick auf Elz. Sie nahmen verschiedene Bereiche unter die Lupe. Zu den besonders betrachteten Bereichen zählte die „Neue Mitte“ mit dem Gebäudekomplex um das Hotel Schäfer sowie die Hauptstraße, ein südliches Gebiet zwischen A3 und B8, das historische Zentrum, der nördliche Ortsteil Richtung Ortsausgang nach Hadamar sowie der östliche Bereich zwischen Bahnschienen und Fleckenberg. Zum einen schauten sich die Studenten diese Bereiche direkt an, bewerteten sie jedoch auch anhand vorliegendem Kartenmaterial. Auch die Elzer Chronik wurde von den Studenten gelesen. Nicht nur der Ist-Zustand war dabei von Interesse.

Sie stellten ebenfalls Fragen zur Geschichte des Ortes wie das Vorhandensein von Kneipen oder Bäckereien. Auch interessierten sie sich neben den Gebäuden für die örtliche Infrastruktur. Wie viele Schulen sind in Elz? Wie viele Kindergärten? Wie sind das Vereinsangebot und das Miteinander? Gibt es genügend Platz für die Vereine, bei der großen Anzahl? Wie viele Pendler gibt es in Elz und pendeln die alle nur aus Elz raus oder auch rein? Recht schnell wurde den Studenten klar, dass es vor allem das soziale Gefüge ist, welches einen hohen Stellenwert in Elz besitzt. Das rege Vereins- und Gemeinschaftsleben sei ein sehr großer Pluspunkt der Gemeinde.

Keine konkrete Lösung

Junge Menschen, welche nicht von hier sind, haben einen intensiven Blick auf die Gemeinde geworfen. Eine konkrete Lösung wird es nicht geben, so Bürgermeister Horst Kaiser (CDU). Aber sehr viele Ideen sind dabei herausgekommen. Dabei gibt es viele Ansätze für lebenswertes Wohnen, den Verkehr oder für die Wege in Elz, auch ohne Auto.

Nun sind die Bürger eingeladen, sich diese Projektarbeiten im Foyer des Elzer Bürgerhauses anzusehen. Dazu werden sowohl viele mitwirkende Studenten als auch deren Betreuer anwesend sein, um dem interessierten Publikum Rede und Antwort zu den ausgestellten Entwürfen zu stehen.
Die Veranstaltung kann am 13. und 14. April von jeweils 11 bis 18 Uhr besucht werden. Mit Bewertungsmarken haben die Gäste am Samstag, dem 13.April von 12 bis 16 Uhr die Gelegenheit, die aus ihrer ganz persönlichen Sicht besten Entwürfe zu kennzeichnen und damit ihren Favoriten zu bestimmen. Um 17 Uhr werden dann die ausgezeichneten Exponate bekannt gegeben und prämiert.

Auch die Gemeindevertreter und der Bauauschuss werden sich mit den Entwürfen beschäftigen. Sie müssen für sich die Frage beantworten, in welche Richtung sich die Gemeinde bewegen möchte? Erst, wenn dies klar ist, wird es eine Projektausschreibung geben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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