Yes we can! Partizipationschulung Pastoraler Raum Blasiusberg

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Die Gruppenleiter aus dem pastoralen Raum Blasiusberg beschäftigten sich eine Woche lang mit dem Thema Demokratie und Partizipation. Unter dem Motto „Yes, we can“ trafen sie sich zu einer Partizipationsschulung, wo sie aufzeigten, wie ihr Verständnis zum Thema ist, wo sie aber auch jede Menge neue Ideen für ihre Arbeit als Gruppenleiter erhielten.

In den Herbstferien versammelten sich die Gruppenleiter sowie angehenden Gruppenleiter des pastoralen Raum Blasiusberg eine Woche zusammen zu einer Partizipationsschulung. Es handelte sich um eine sehr heterogene Gruppe, in der sich nicht alle kannten, was eine gute Voraussetzung für die gemeinsame Woche war. „Alle hatten ihre Vorstellung von der Woche, wussten aber noch nicht, ob ihre Ideen und Vorstellungen alle zu dieser heterogenen Gruppe passen würden“, so Sebastian Wüst, Initiator dieser Schulung. Einige hatten bereits eine gewisse Vorkenntnis im Gepäck, andere wussten noch gar nicht, was auf sie zukommen würde.

Demokratie und Partizipation

Welches Verständnis hat der einzelne von Demokratie und Partizipation? Anhand verschiedener Bilder konnten die Teilnehmer ihre Meinung dazu äußern. Sie sollten auch ihre eigene Einstellung zu dem Thema reflektieren. Jeder musste somit zu seinem eigenen Demokratie- und Toleranzverständnis Stellung beziehen. Somit lernten die Teilnehmer auch direkt, ihre eigene Einstellung vor anderen zu rechtfertigen und zu begründen. Als nächstes ging es um Partizipation im Alltag: Wo bin ich selbstbestimmt? Wo fremdbestimmt? Welche Rolle nehme ich aktiv in der Gesellschaft, der Politik oder dem kirchlichen Zusammenleben ein. Neben den Blick auf den Einzelnen selbst ging es hier auch darum, welche Auswirkungen das eigene Mitwirken auf die Menschen um einen herum hat.

Gruppendynamik

In einem weiteren Block ging es um die Gruppendynamik und wie sich diese durch verschiedene Handlungsweisen verändern kann. Die Teilnehmer setzten sich mit der Frage auseinander, wie den anderen tolerant gegenüber aufzutreten und was sich positiv auf eine vorhandene Gruppendynamik auswirken kann. Es ging auch darum, herauszufinden, wer in einer Gruppe Hilfe und Unterstützung benötigt und wer eventuell helfend mitwirken kann. Über gruppendynamische Spiele wurden der Zusammenhalt der Gruppe gestärkt und die Teilnehmer lernten sich besser untereinander kennen. Durch die Auseinandersetzung mit der Thematik konnte der Einzelne auch für sich erkennen, wie er sich selbst einbringen kann und auch eigene Fehler reflektieren. Diese Erfahrungen in einer Gruppe lassen sich dann auch auf die Rolle der Menschen in der Gesellschaft übertragen.

Vielfältige Erfahrungen

In dem Wissen um eine Gruppendynamik und wie diese beeinflusst werden kann, konnten die angehenden Gruppenleiter nun eigene Spiele entwickeln, mit denen sie eine zusammengewürfelte Gruppe zusammenbringen können. Durch konstruktive Kritik konnten diese Spiele weiterentwickelt und verfeinert werden. In der zukünftigen Arbeit der Gruppenleiter werden diese Anwendung finden. „Durch die vielen Möglichkeiten des Miteinanders konnten die Teilnehmer an ihren Aufgaben wachsen und lernen“, so Wüst rückblickend. Jeder Teilnehmer sei an seinem Wissenstand und seiner Einstellung zur Gesellschaft abgeholt worden. Ihnen konnte neuer Input gegeben werden für ihre Arbeit als Gruppenleiter. „Es wurde sensibilisiert, wo und wie sie sich aktiv einbringen können und was jeder Einzelne für sich mitnehmen kann“, so Wüst weiter, „Jeder konnte sich mit seiner Individualität einbringen und sich den anderen mitteilen. Dabei wurde die Gemeinschaft aus den unterschiedlichen Ortschaften des pastoralen Raumes gestärkt.“

Diese Schulung wurde unterstützt durch „Vielfalt Westerwald – Demokratie leben“ und Wüst bedankte sich bei dem Ausschuss, welcher die Fördergelder genehmigt hatte. Das Bundesprogramm Demokratie leben! ist ein Projekt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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