Circus in the town – Projektwoche der Oranienschule Elz

Eine außergewöhnliche Projektwoche erleben gerade die Schüler der Oranienschule Elz. Die Schule hat den „Zirkus Baldini“ engagiert und die Schüler dürfen den Zauber der Manege erfahren, Artistenluft schnuppern und am Freitag eine Vorstellung geben. 

Schon länger hat die Schule davon gehört, dass es einen Zirkus gibt, der für Projektwochen mit Schulen gebucht werden kann. Da der Schulverein der Oranienschule nun die Kosten übernommen hat, haben die Schüler eine Woche die Möglichkeit, sich in ihrem artistischen Geschick zu probieren. In zwei Gruppen beteiligt sich die komplette Schule an dem Projekt.

Für jeden etwas dabei

Balancieren, hoch in die Lüfte springen, am Trapez hängen oder jonglieren – für jeden findet sich etwas in der bunten Zirkuswelt des „Zirkus Baldini“. Am ersten Tag konnten die Kinder alles ausprobieren, um zu schauen, was ihnen am besten liegt und was ihnen am meisten Spaß macht. Nicht jeder traut es sich zu, an einer Schaukel kopfüber zu hängen oder über ein dünnes Drahtseil zu balancieren. Sobald jeder seine Artistik gefunden hat, ging es in die Proben hinein. Denn es heißt, ein Zirkusprogramm auf die Beine zu stellen. Und so geht es nicht nur darum, keine Scheu vor den Kunststücken zu haben. Sondern auch die Haltung ist enorm wichtig. Da wird geschaut, dass die Hände und Füße gerade sind, der Kopf hoch erhoben und am Ende natürlich auch eine formvollendete Verbeugung. In weiteren Gruppen dürfen sich die Schüler an der Clownerie und der Zauberei versuchen.

Oranienschule sucht Zirkusdirektor

Jeder Zirkus benötigt einen Direktor, welcher durch das Programm führt, das Publikum anheizt und die Nummern ansagt. Interesse an dieser Aufgabe haben viele, doch nur einer kann es am Ende sein. Also wurde kurzerhand ein Casting veranstaltet. Was ist wichtig? Eine laute Aussprache und das Publikum mitnehmen. Und lesen sollte der Zirkusdirektor auch gut können, denn auf den Karten steht das Programm. Also durften alle mitmachen und dann wurde sortiert, bis nur noch drei Schüler übrig waren. Sie mussten nochmal alles geben und die Mitschüler haben entschieden, wer ihr Zirkusdirektor sein soll. Da herrschte gute Stimmung im Zelt. Insgesamt war die Atmosphäre im Zelt aufgeladen und die Konzentration, aber auch der Spaß der Schüler war zum Greifen.

Schulprojekte seit 13 Jahren

Der Besitzer des „Zirkus Baldini“ ist Rocky Kremer. 1957 gründete sein Großvater den Zirkus und am Anfang war sie als typischer Zirkus auf Wanderschaft. Ursprünglich aus Hamburg kommend hat der Zirkus sein Hauptquartier inzwischen in Wiesbaden. Vor 13 Jahren kam eine Anfrage der Jugendförderung Großzimmern, ob nicht ein Ferienprogramm durch den Zirkus gestaltet werden könnte. Mit Pädagogen wurde dieses Konzept entwickelt und seit 13 Jahren sind sie nur noch als Zirkus für Schulprojekte unterwegs. Ihm zur Seite stehen Artisten, die ihr Wissen an die Schüler weitergeben und das Projekt mit betreuen. „Es ist eine entspannte Arbeit und macht Spaß“, so Kremer. Er achtet darauf, dass jedes Kind das passende für sich findet und positive Rückmeldungen erhält. Aber ihm ist auch wichtig, dass die Vorstellung am Ende toll wird.

Finanzierung durch den Schulverein

Den Zirkus vor Ort zu holen und eine Projektwoche für die Kinder anzubieten, kostet auch einiges. Das Programm kostet den Schulverein 3.000 Euro sowie Heizöl, welches momentan notwendig ist, um das Zirkuszelt zu beheizen. Das Heizöl hat die Firma Friedrich gesponsert. Den Platz sowie Strom und Wasser stellt die Gemeinde Elz kostenlos zur Verfügung. Wer sich das Ergebnis anschauen möchte, hat dazu am Freitag um 15 Uhr sowie um 17 Uhr Gelegenheit. Eintritt für Erwachsene beträgt 7 Euro, für Geschwisterkinder 5 Euro.

Das Große Finale muss geübt werden, wofür die Kinder alle in der Mitte des Zirkus sitzen.
Das Große Finale muss geübt werden.

 

 

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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