Zukunftssicherung Berufseinstiegsbegleiter sowie Einsetzen für Industrieelektriker

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Mit dem mehrheitlichen Beschluss des Haushaltes 2020/21 haben die Kreistagspolitiker die Zukunft des Berufseinstiegsbegleiters gesichert. Zudem hat der Kreistag ein klares Zeichen an die Landesregierung geschickt, die Ausbildung des Industrieelektrikers im Landkreis halten zu wollen. 

Die Berufseinstiegsbegleiter (BerEbs) betreuen Schüler auf ihrem Weg von der Schule ins Berufsleben. Es sind oftmals Sozialpädagogen und Ausbilder aus dem Handwerk und der Industrie, die mit großem Sachverstand und Netzwerken die Verbindung zwischen Schule und Betrieben herstellen. Dieses Programm läuft bereits seit zehn Jahren an sechs Schulen im Landkreis (Heinrich-von-Gagern, Leo-Sternberg, St.-Blasius, Theodor-Heuss, Westerwaldschule und Windhofschule). Bisher wurden die zeitaufwendigen Betreuungen zur Hälfte vom europäischen Sozialfonds und zur Hälfte von der Arbeitsagentur getragen. 2020 läuft die Förderung des Europäischen Sozialfonds aus.

200.000 Euro für den Berufsbegleiter

Damit dieses nützliche Programm nicht weg fällt, hat der Landkreis 200.000 Euro im Haushalt genehmigt. Damit wird gewährleistet, dass dieses Programm zusammen mit der Arbeitsagentur auch in Zukunft finanziert werden kann. Erstmal soll es an den sechs Schulen weiterlaufen, an dem das Projekt bereits existiert. Der Kreistag könnte sich jedoch auch vorstellen, dass dieses Projekt auch auf andere Schulen ausgeweitet wird.

Durch die Begleitung der Schüler kamen in den letzten Jahren mehr Hauptschüler in eine Ausbildung. Die Zahlen an den Schulen lagen dabei über dem Landesdurchschnitt. Weiterhin sank die Abbrecherquote während der Ausbildung. Und es sanken die Zahlen der Schüler, welche ohne Abschluss die Schule verlassen haben. Das Programm ist ein wichtiges Instrument, um jungen Menschen einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.

Ausbildung für Industrieelektriker sichern

Der Vorsitzende des Kreistages, Joachim Veyhelmann (CDU), stellte einen gemeinsamen Antrag der CDU und SPD vor. Durch stetige Weiterentwicklungen verändern sich die Berufsbilder, manche verschwinden, andere entwickeln sich in eine andere Richtung. Durch eine Anpassung des Schulentwicklungsplanes reagiert die Landesregierung auf diese Veränderungen. Im Landkreis betrifft dies vor allem die Industrieelektriker Geräte und Systeme an der Friedrich-Dessauer-Schule. Als noch wenige Schüler diese Ausbildung begannen, hatte der Landkreis vor Jahren angegeben, dass nach der Grundstufe eine Beschulung in Wetzlar möglich sei. „Jedoch hat sich diese Ausbildung positiv entwickelt und wir schreiben konstante Zahlen“, so Veyhelmann. Daher möchte er ein klares Zeichen dafür setzen, dass die Elektriker im Landkreis bleiben können. Dabei geht es ihm nicht nur darum, die Grundausbildung im Landkreis zu erhalten, sondern die Ausbildung bis zur Fachstufe und Prüfung im Landkreis anbieten zu können. Einstimmig nahm der Kreistag diesen Antrag an.

 


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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